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Warum verwenden wir einen Reiterbogen?


Text: Djingis (ohne Khan) 

Reiterbögen sind in der Regel robust, leicht, nicht zu lang, haben einen dünnen Griff, bieten langen Auszug der Sehne und holen sich hierüber und ihre besondere Form die nötige Schussleistung. Der Preis liegt meist deutlich unter dem finanziellen Aufwand für Lang- oder Recurvebögen, es sei denn, man entscheidet sich für einen Kompositbogen, der aus mehreren Materialschichten besteht.

Im Einzelnen: 

- Robustheit: nichts ist ärgerlicher, als wenn ein Bogen keinen Sehnenriss, Lehrschuss oder derben Umgang verträgt

- Gewicht: sicherlich verzeiht ein schwerer Bogen mehr technische Fehler der Schützen, aber warum sollte man unnötiger Weise bei guter Technik viel Gewicht halten müssen

- Länge: gerade im Gelände bewährt sich immer wieder ein kürzerer Bogen; von der Handhabung zu Pferd ganz zu schweigen

- dünner Griff: die Biegeeigenschaften des Pfeils (Spinewert) treten in ihrer Bedeutung zurück und die Größe der Hand kann anderweitig (Pfeile halten) genutzt werden

- Auszug: der Körper kommt durch ausreichende Rückenspannung in die senkrechte Balance

Was verwenden wir für einen Reiterbogen? 

Für den Anfang gilt nur eine Regel: der Bogen darf nicht zu stark sein und muss eine Auszugslänge von bis zu 32, besser 33 Zoll garantieren.

Je nach körperlicher Konstitution sollte die Zugstärke bei Vollauszug am Anfang

- für Jugendliche 15 Pfund/28 Zoll

- für Damen 20 Pfund/30 Zoll

- für Herren 25 Pfund/32 Zoll

nicht überschreiten. 

Im Laufe des künftigen Bognerlebens wird der Bogen sicherlich noch mehrmals gewechselt werden, sei es wegen Steigerung der Zugkraft oder aus optischen Gründen. Daher darf es am Anfang ruhig ein günstiger oder gebrauchter Bogen aus guten Händen sein.

Wie verwenden wir den Reiterbogen? 

♦ Keinesfalls wird bei einem aufgespannten Bogen die Sehne gelöst, ohne dass ein Pfeil dabei verschossen wird. Bei einem solchen Fehlverhalten kann der Bogen brechen oder zumindest beschädigt werden! 

♦ Der Bogen wird sorgfältig und ggf. unter Verwendung einer Spannschnur auf- und abgespannt.

Es sind schon sehr gute und teure Bögen zerstört worden, weil hier nicht richtig verfahren worden ist.

Die nachstehenden Ausführungen gelten für alle Arten von Bögen, egal ob Langbogen, Recurvebogen, Fitabogen, Reiterbogen, mit Ausnahme eines Compoundbogens.

Zum Erhalt der Lebensdauer eines Bogens gehört zunächst schon das richtige Aufspannen der Sehne. Viele Bögen haben dabei schon lautstark und evtl. mit bleibenden Erinnerungen ihr Leben beendet. Auch gute Bögen vertragen es auf Dauer nicht, wenn stets ein Wurfarm übermäßig belastet wird oder die Sehne vom Wurfarm rutscht. Ein Verdrehen des Wurfarmes ist dann noch das kleinere Übel. Es kommt auch vor, dass der Bogen dabei schlichtweg bricht – Verletzungen des Bogners nicht ausgeschlossen.

Letztlich sind es drei Dinge, die unbedingt zu beachten sind:

-> beim Aufspannen wird die absolute Mitte des Griffes abgestützt; nicht darüber und nicht darunter,

-> nach dem Einhängen der Sehnenöhrchen wird geprüft, ob die Sehne mittig auf dem Wurfarm liegt,

-> bei sehr empfindlichen Bögen, wie z. B. Langbögen, dem TRH-Türken oder dem Komposite-Türken, kann es bei falschem Aufspannen passieren, dass der Bogen asymmetrisch wird, bzw. die gleichmäßige Biegung der Wurfarme (Tiller) verloren geht; es empfiehlt sich, ihn zu zweit, in der Hocke unterm Knie symmetrisch haltend, oder mit einer Spannschnur aufzuspannen.

Sollte der Bogen sich aus irgendeinem Grund asymmetrisch verformen, kann dies durch Rückbiegung in die entgegengesetzte Richtung ggf. korrigiert werden. Das sollte man jedoch jemanden überlassen, der Erfahrung damit hat.

♦ Von Zeit zu Zeit verlangt die Sehne nach etwas Wachs, das mit einem dünnen Stück Leder in die einzelnen Stränge hineingerieben wird. Auch die Sehnenöhrchen sollten so gepflegt werden. 


 

Mongolensturm Bayern - Schule für berittenes Bogenschießen und Kampfkunst  | www.mongolensturm-bayern.de