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Bogenschießen aus der Körpermitte


Gedanken und Erfahrungen von Djingis (ohne Khan)

 

.....warum Bogenschießen?

Konzentriertes Bogenschießen, richtig ausgeführt, bewirkt eine innere und äußere Ausgeglichenheit und hat entspannende Wirkung. 

Es gibt Leute, die ordnen das erfolgreiche Bogenschießen mit 20 Prozent dem verwendeten Material und mit 80 Prozent der geistigen Einstellung zu. Allein diese Aufteilung sagt noch nichts über die Orientierung der Bogenschützen nach westlicher oder östlicher Grund- und Lebenseinstellung. 

Es bedeutet lediglich, dass das Bogenschießen eine Haltung bedingt, in der der Geist im Inneren des Schützen, in seiner Körpermitte liegt und aus dieser körperlichen und geistigen Balance der gelungene Schuss angestrebt wird.

Wenn, bildlich und vielleicht auch tatsächlich, der Kopf problembehaftet und davon schwer ist, oder die Gedanken ständig vom aktuellen Tun abschweifen, kann Ausgeglichenheit und Ausgewogenheit nicht stattfinden.

Der Schütze muss also entweder losgelöst vom Alltag und schon gelassen sein oder es vor dem ersten Schuss des Tages als Voraussetzung für die Einheit von Mensch, Pfeil und Bogen werden. 

Es gibt also zwei Möglichkeiten, in diese Balance zu finden und den Geist in der Körpermitte zu sammeln, wo er zum Einen geschützt ist und zum Anderen das innere und äußere Gleichgewicht nicht stört. Sollte dies nicht gelingen, bleibt nur, das Bogenschießen für den Moment zu lassen. Alles andere macht keinen Sinn und führt zu Verbissenheit, Unmut und Aggressivität gegenüber dem Bogen und anderen Menschen. 

Bewundernswert sind Schützen, die ohne große Übung schon nach kurzer Zeit gute Treffer zeigen. Hier treffen sich wohl natürliche Begabung und die innere Ruhe in Ergänzung. 

Ob nun nach asiatischer oder europäischer Art und dem hierbei allgemein zugeordnetem Bogen geschossen wird, ist nicht von grundsätzlicher Bedeutung.

Wichtig ist allein, in der Vorbereitung, der Konzentration und der Ausführung des Schusses in sich zu ruhen und sich von der Umgebung zu lösen. Kein Ereignis darf diese Phasen stören dürfen. In diesen Zustand muss sich der Schütze versetzen können, um in geistiger und körperlicher Ausgeglichenheit den intuitiven Schuss frei zu geben.

Wer aus der Körpermitte in der Lage ist zu schießen, kann dies in lauter Umgebung, im Steilhang, auf dem Felsvorsprung oder auch vom Pferd. Er kann der psychischen Belastung des angestrebten Erfolges standhalten und handelt im Einklang mit sich selbst. 

Zu diesem Ziel verläuft ein langer und manchmal beschwerlicher und auch einsamer Weg. 

-> Lang, weil nur nach vielen tausend Schüssen die technische und physische Voraussetzung vorliegt, die es möglich macht, geistig frei vom Nachdenken über die Ausführung der einzelnen Bewegungsabläufe den Pfeil an die richtige Flugbahn freizugeben.  

-> Beschwerlich, weil zunächst die körperliche Kraft aufgebaut werden muss, um auch eine größere Anzahl von Pfeilen ohne Ermüdung über einen längeren Zeitraum abschießen zu können. Spezielles Krafttraining ist hier sehr von Nutzen.

-> Einsam, weil einem niemand die Fehlschüsse und Enttäuschungen hierüber abnehmen kann und man auf der Suche nach dem idealen Schuss innerlich stets allein ist.

Sicher hilft gemeinsames Üben und die gegenseitige Hilfestellung bei offensichtlichen Fehlern, aber die innere Einstellung und die nicht sichtbaren Voraussetzungen für den Zeitpunkt des Schusses muss der Schütze selbst finden. 

Dabei ist es ganz wichtig zu beachten, dass zu einem nicht zu unterschätzenden Anteil die sichtbaren Fehler großen Einfluss auf die innere Balance haben.

Ist der Schütze körperlich verspannt, weil seine Kraft nicht zur Leistung des Bogens passt, wird er geistig nicht loslassen können, da er sich zu sehr auf das Ziehen der Bogensehne konzentrieren wird.

Das gleiche gilt, wenn der Schütze die Bogen- und die Zughand nicht auf einer Ebene bewegt; Zug und Druck liegen nicht gleichauf und halten sich so nicht die Waage (horizontale physische Balance). Ebensolches passiert, wenn sich der Körper außerhalb der Senkrechten bewegt oder dort verharrt (vertikale physische Balance).

Ein sehr großes Augenmerk ist auch zu richten auf die richtige Atmung, da sie die Körperspannung maßgeblich beeinflusst und zur inneren Ruhe finden lässt.

Eine weitere Besonderheit dieser Art des Bogenschießens ist die körperliche Entspannung nach dem Schuss durch ein Weiterführen des Zugarmes entgegen der Schussrichtung.  

Bei all diesen Ausführungen und den späteren Beschreibungen geht es primär nicht um meditatives oder therapeutisches Bogenschießen. Vielmehr sind sie Voraussetzung für diese besonderen Ziele, die das Bogenschießen so wertvoll für Meditation und Therapie macht.

Angestrebt wird ein möglichst harmonischer Gesamtzustand des Schützen, der zum und ins Ziel führt, was schon früher notwendig war, um sich und seiner Familie, Sippe, seinem Stamm oder Volk das Überleben zu sichern.


 

Mongolensturm Bayern - Schule für berittenes Bogenschießen und Kampfkunst  | www.mongolensturm-bayern.de