Startseite
der bayerische Stamm
Sain baina uu
Mongolensturm Bayern
Handbuch BBS
Aktuelles/Presse
Veranstaltungen/Kurs
VFD - LV Bayern
Hintergrundinfo
"Goldene Regeln"
Reiten
Schießen
Fachbegriffe
Reiten lernen
mein Pferd und ich
Pfeil und Bogen
Training
Finanzielles
Mitgliedergalerie
Mongolensturmlied
Berichte/Bilder
Videos
Wettkampfregeln
Prüfungsordnung
Fotoalbum 1
Fotoalbum 2
nette Leute/Vereine
Sprüche und Weisheit
Rätselseite
gesucht - gefunden
Kontakt
Gästebuch
Impressum

Bogenschießen  Reiterbogen  Daumentechnik  Material/Ausstattung  Bögen


Text: Djingis (ohne Khan) 

Das Schießen

Das Schießen vom Pferd nach asiatischer Art unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der europäischen Art des Bogenschießens. Es ist dynamisch und absolut instinktiv. Von galoppierenden Pferden Bogen zu schießen, stellt ganz besondere Anforderungen an den Schützen. Er kann nicht, wie z.B. ein Jagdbogenschütze, ein Ziel längere Zeit anvisieren, da sich die Distanz ständig und schnell ändert.  

Schießtechnik

Bereits das Einnocken des Pfeiles auf der Bogensehne muss auf besondere Art vollzogen werden, ebenso das Spannen und letztlich sogar das Lösen. Will man zudem mehrere Pfeile in schneller Folge schießen, muss man sich auch einen besonderen Bogen-und Pfeilgriff angewöhnen.

Schüsse werden nach vorne, zur Seite und als sogenannter *Partherschuss* auch nach hinten abgegeben.

Dabei wird die Pfeilsehne über die Brustmitte gezogen und in einer fließenden Bewegung gelöst, ohne dass - wie beim jagdlichen Schießen - ein Ankern stattfindet.

Wichtig dabei ist, dass die Achse Bogenhand und Schultergürtel auf das Ziel zeigt. Dies ist die einzige "Zieleinrichtung" des berittenen Bogenschützen. Die richtige Höhe der Bogenhand resultiert aus der Erfahrung vieler tausend Schüsse.

Ob nun mediterran oder mit Daumentechnik geschossen wird, liegt im Geschmack des Schützen, dessen Ziel und der Geschwindigkeit des Pferdes begründet.

Für ein langsameres Pferd empfiehlt sich die mediterrane Technik, da hierbei viele Pfeile in der Hand zum Nachladen gehalten werden. Der Luftwiderstand im Galopp, der den Pfeil vom Bogen nach hinten weg drückt, ist kaum spürbar.

Für ein schnelles Pferd dagegen hat sich die Daumentechnik bewährt. Hier drückt der Luftwiderstand den Pfeil an den Bogen, da der Pfeil ja in Reitrichtung vor dem Bogen angelegt ist. Die geringere Anzahl Pfeile, die der Schütze nutzen kann, sind zu vernachlässigen, da das Pferd die Turnierbahn in kürzerer Zeit durchläuft und so die Schußzahl generell niedriger sein wird. 

 

 Hunor beim Bodentraining auf der Bahn

Rechts- oder Linkshandschütze?

Rechtshandschütze ist, wer den Bogen mit der linken Hand hält und die Sehne mit der rechten Hand zieht - und umgekehrt.

Sehr häufig wird diese Entscheidung am sogenannten "dominanten Auge" festgemacht. Diese Auge findet man wie folgt:

- die Arme in Augenhöhe vor dem Körper ausstrecken

- die übereinander gelegten Hände formen nun zwischen den Daumen und den Zeigefingern ein Dreieck, so wie hier gezeigt

- nun wird ein weiter entfernter Gegenstand mit beiden Augen durch dieses Dreieck anvisiert

- dann werden beide Hände zum Gesicht gezogen und die Öffnung in den Händen wandert dabei automatisch vor das dominante Auge

Bei den meisten Menschen ist es das rechte Auge, weil die überwiegende Zahl der Menschheit rechtshändisch geboren ist.

Da beim berittenen Bogenschießen, wie übrigens auch beim Jagdbogenschießen, beide Augen offen bleiben und auf das Ziel gerichtet sind, kann die Entscheidungsfindung über das dominante Auge vernachlässigt werden. 

Wichtiger ist vielmehr die motorische Fähigkeit der Hände, da gerade beim Nachladen der Pfeile ein fllinker und zuverlässiger Bewegungsablauf gefragt ist. Hier sollte sich jeder auf sein individuelles Gefühl ver- und sich nicht zwangsweise "umerziehen" lassen.

Im Zweifel gibt dies den Ausschlag für die Entscheidung zum Rechts- oder Linkshandschützen! Leider wird diese Thematik oftmals dogmatisiert und einseitig überbewertet. 

 

Mongolensturm Bayern - Schule für berittenes Bogenschießen und Kampfkunst  | www.mongolensturm-bayern.de