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aus dem Leben des Mongolensturms

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Schnupperkurs in Hebertsham

Ende September 2013 kamen Mitglieder der Sportgemeinschaft Bayerischer Rundfunk e.V. - Sparte Reiten - nach Hebertsham bei Wasserburg a. Inn. Für das Wochenende waren Geländereiten, Trickreiten, Voltigieren und berittenens Bogenschießen angesagt. Auch drei weitere Interessenten "schnupperten" beim berittenen Bogenschießen mit. Von 9.00 Uhr vormittags bis 14.00 nachmittags dauerte die Grundeinweisung in den Gebrauch des Reiterbogens. Abschließend durften und konnten alle einige Schüsse vom Pferd in unterschiedlichen Tempi abgeben. Eine rundum gelungene Veranstaltung, wie alle fanden. Die Veranstalterin Dorothea Diptmar denkt schon an eine Wiederholung im nächsten Jahr. Ein ausführlicher Bericht wurde verfasst und ist unter folgendem Link nachlesbar: http://www.sg-br.de/index.php/sparten/reiten-22064/9-nichtkategorisiert/411-reiten-trickreitwochenende-2013

Djingis (ohne Khan)


Fortgeschrittenenkurs in Niederpremeischl bei Rötz (Oberpfalz)

Bereits zum dritten Mal, dies Mal aber als Fortgeschrittenenkurs, fand ein Ausbildungswochenende in der Oberpfalz in Niederpremeischl bei Rötz auf dem Reiterhof Bösl statt.

Sechs TeilnehmerInnen hatten sich angemeldet und wollten tiefer in die Feinheiten des berittenen Bogenschießens einsteigen. 

Es ist immer wieder eine angenehme Erfahrung, dass der Begriff "Zeit" hier eine ganz andere Bedeutung hat. Mit der angenehm lockeren halbstündigen "Verschiebung" der Anfangszeit ging es in die Reithalle.

Nach den obligatorischen Aufwärmübungen und der Gymnastik zeigten die Schützen ihren Kenntnis- und Leistungsstand. Dabei wurde auch die Geschwindigkeit und Fähigkeit des schnellen Nachladens mit der Stoppuhr gemessen. Bei der Materialsichtung ergaben sich einige Anregungen. Von der Veränderung des Nockpunktes bis hin zur erforderlichen Pfeillänge oder einem Bogen mit längerem Auszug reichten die Themen.

Am Samstag Nachmittag, gleich nach der ausgedehnten Mittagspause, ging es in der großen Halle auf die Pferde. Je nach reiterlichem Können schossen die Fortgeschrittenen Schützen ihre Pfeile auf Vorwärts-, Mitten- und Rückwärtsscheibe.

Wie schnell sich ungeahnte Situationen ergeben können, wurde den Anwesenden mehrfach vor Augen geführt. Seien es plötzlich durchstartende Pferde oder ein bockendes Pferd, das seinen Reiter in den Hallensand setzt. Größte Vorsicht, gerade in der Halle, ist deshalb das oberste Gebot. Deshalb darf sich in der Bahn auch nur immer ein Reiter befinden!

Nach dem Resummee des ersten Tages stellte sich heraus, dass den TeilnehmerInnen doch einiges abverlangt worden war und sich einige etwas erschöpft auf den Tagesausklang in einer netten Wirtschaft freuten.

Der Sonntag begann wie der Samstag - etwas verspätet. Das stört in diesem reizvollen Flecken Erde nahe der tschechischen Grenz aber niemanden.

Die Trainingsleitung übernahmen an diesem Tag drei Traineranwärter. Die Themenkreise wurden aufgeteilt in "Aufwärmen, Gymnastik", "Bewegungslehre am Boden mit und ohne Pfeil und Bogen" sowie "Vorbereitung und Einsatz der Pferde beim Bahntraining". Alle drei machten ihre Sache gut, weshalb von der Kursleitung die Bestätigung für erfolgreiche Mehodik und Didaktik erteilt werden konnte.

Nach einer kurzen Kaffeepause, die ohne Unterbrechung in die ausgedehnte Mittagspause überging, wurden die Pferde gesattelt und der Reitplatz zum "Turnierplatz" umfunktioniert. Nach einigen Schüssen auf die ungarischen Wettkampfziele probierten die TeilnehmerInnen ihr Können auf drei Zielscheiben am Boden. Innerhalb von 60 Metern war wieder einmal das schnelle Nachladen das entscheidende Kriterium.

Am späten Nachmittag zeigten sich alle erschöpft, aber mit dem Lernerfolg und sich selbst zufrieden. Es war sicher nicht der letzte Kurs in der Oberpfalz!

Djingis (ohne Khan)


Einsteiger- und Fortgeschrittenenkurs in Genderkingen im August 2013

Wie bereits im letzten Jahr fand auch heuer wieder ein Einsteigerkurs in Genderkingen im Schwabenland bei den Schwabenmädels Franziska und Johanna Schwab auf dem Schwabhof statt.

10 EinsteigerInnen wollten am Samstag die ersten Pfeile mit dem Reiterbogen vom Boden und am Sonntag vom Pferd aus schießen.

Am Samstag, bei guter Witterung, wurden am Sandplatz die TeilnehmerInnen  systematisch auf den ersten Schuss vom Pferd vorbereitet. Theraband, Hilfssehnen, Spiegel, Trampolin und viel Bewegung halfen, die Schüsse gezielter und schneller vom Bogen zu lassen.

Leider begann es in der Nacht auf Sonntag gewaltig zu regnen. An ein Training auf dem Sandplatz war nicht zu denken und Besserung ebenfalls nicht in Aussicht. Also wurde umdisponiert und in zwei Gruppen unter einem Hallenvordach und in die Halle hineingeschossen. Das lief so problemlos, dass die Improvisation gar nicht auffiel. Am Nachmittag kamen wieder die beiden Holzpferde als Vorbereitung für das echte Reiten zum Einsatz. Es es immer wieder bemerkenswert, was die im Vergleich zum Boden veränderte Haltung beim Schießen bewirkt!

Nachmittags riss die Wolkenwand auf und die Schwab(en)mädls bauten geschwind eine Bahn auf dem Sandplatz auf, so dass alle doch noch zu ihren ersten Schüssen vom Pferd kamen.

Am Montag wurde noch ein Einsteigerkurs mit acht Damen drangehängt für ganz Unersättliche aus dem Einsteigerkurs und für EinsteigerInnen aus dem letzten Jahr.

Nach der Abfrage des Leistungsstandes stellte sich heraus, dass beide Gruppen ein recht ähnliches Niveau hatten, so dass auf gleicher Basis gearbeitet werden konnte. Dabei ging es um Technikverfeinerung, das "ewige" Thema des schnellen Pfeilenachladens und um Schüsse "nach unten". Alles klappte so weit recht gut und am Nachmittag schossen die Teilnehmerinnen einen kurzen "koreanischen" Parcours.

Glücklich, zufrieden und unfallfrei machten sich am Abend alle auf den Weg nach Hause mit der Absichtserklärung, diesem tollen Sport treu bleiben zu wollen.

Djingis (ohne Khan)


Mitwirkung und Auftritt beim mittelalterlichen Schlossfest in Amerang im August 2013

Infolge des Reitunfalls von Steppenwind war es in diesem Jahr nicht möglich einen Showauftritt im berittenen Bogenschießen zu absolvieren.

Dafür gab Djingis einen Bösewicht zu Pferd beim Rittertheater der Laienschauspielgruppe "Equo Vadis". Kurzfristig eingesprungen stand nach einer Sichtung fest, dass Ross und Reiter geeignet erschienen, Ritter zu "erschlagen", mit der Lanze auf den Roland und nach Ringen zu stechen und vom Pferd Blumen zu pflücken.

Bereits am Mittwoch Abend reiste die gesamte Truppe nach Amerang, um nach dem Lageraufbau noch die Generalprobe zu spielen. Auftritte waren bei gutem Wetter dann am Donnerstag, Samstag und Sonntag Nachmittag.

Die sechs Pferde wurden paarweise in den alten Hengstboxen des Schlosses untergebracht, wobei Gitana und Amigo (Nomen est Omen) innerhalb von Minuten Freundschaft schlossen und sofort gemeinsam aus einem Eimer Kraftfutter tankten. Vorwegzunehmen ist dabei, dass Gitana am Sonntag nur sehr schwer ohne "ihren" Amigo in den Anhänger zu bekommen war.

Bei dem interaktiven Theaterstück ging es um Folgendes:

Der "Schattenwolf" wollte unberechtigter Weise vom Baron zu Amerang Steuern eintreiben und entführte dazu dessen kleine Tochter. Deren Wächter, ein alter Rittersmann, konnte dies nicht verhindern und bezahlte seinen Einsatz mit dem Leben. Dummerweise verloren die Häscher bei dieser illegalen Aktion den Ring des Landesfürsten, der von den Schlossbewohnern gefunden wurde.

Nun folgten Verhandlungen zwischen dem Schattenwolf und dem Koch als Vertreter des Barons (der Baron war unterwegs) über den Austausch von Baroness und Ring. Da für den folgenden Tag ein Turnier in Amerang vorgesehen war, einigte man sich auf einen Wettkampf auf dem bereits aufgebauten Turnierplatz.

Dabei traten zu Pferd galoppierend gegeneinander an im Roland- und Ringelstechen die Baronin, ihre Hofdame und der stark alkoholisierte Ritter Brand einerseits und drei Bösewichte des Schattenwofes andererseits. Die einzelnen Sieger wurden ohne Absprache ermittelt. 

Anschließend gab es ein Pas dé Troi mit Spanischem Schritt, Kompliment usw. bevor drei Hunde ihre Lektionen präsentierten. Danach mussten die Schlossbewohner das Publikum bei einer Geschichte einbeziehen, welches dabei den "Anweisungen" der Hofdame zu folgen hatte und ein Lied erraten und mitsingen sollte. 

Schließlich wurde es noch einmal rasant. Die Reitergruppen pflückten im Galopp Blumen aus der Hand von Damen, die ihnen diese am Rand der Turnierbahn entgegenhielten. Als letzte Turnierdisziplin mussten sich die Reiter in einem rasanten Staffellauf gruppenweise gegeneinander messen.

Meist gewannen die "Guten" aus dem Schloss.

Trotzdem wollte der Schattenwolf die Baroness nicht herausgeben. Erst als der Baron mit einer Schar von Rittern zum Schloss zurückkam, musste der Schattenwolf sich ergeben und die Baroness konnte von Ritter Brand aus dem Versteck geholt werden.

Die Aufführungen klappten jedesmal einwandfrei und kamen beim Publikum und dem Veranstalter sehr gut an.

Die Truppe, einschließlich der Kraiburger Ritterschaft, die auch am Theaterstück teilnahm, begleitete anschließend den großen Lagerumzug, wobei meist auch der Großteil der Pferde mit dabei war.

Die Planungen für 2014 laufen bereits!

Djingis (ohne Khan)


Mitwirkung und Auftritt beim mittelalterlichen Schlossfest in Amerang im August 2012

Recht kurzfristig erfuhr der Mongolensturm durch Ritter Walter von der Kraiburger Ritterschaft vom Anliegen des Veranstalters des mittelalterlichen Schlossfestes in Amerang, Baron von Crailsheim, dass dort Pferde erwünscht wären. Kurzentschlossen sagten Steppenwind und Djingis zu, in passender Gewandung über das Gelände zu reiten, am täglichen Umzug teilzunehmen und auch im Anschluss an die Kraiburger Ritterkämpfe eine kurze Vorführung im berittenen Bogenschießen zu zeigen.

Das Wochenende war insgesamt sehr heiß und somit ein Riesenvorteil, dass die Pferde zwischendurch immer wieder in den kühlen Hengsstall im Schloss gestellt werden konnten. In der Nachbarbox waren zwei Trampeltiere untergebracht, was zur Verwunderung deren Besitzerin Fino und Gitana absolut kalt ließ; Pferde mit Höcker? oder was ist das ......? Andere Pferde habe da wohl so ihr Problem mit dieser Tierart.

Als Test zum Verhalten der beiden Pferde wurde zunächst jede Lärmquelle und jeder Schwertkampf aus nächster Nähe geprüft, denn niemand wusste genau, wie sich die beiden auf engem Weg zwischen den vielen Menschen beim Festzug verhalten würden. Aber sie nahmen die Geräuschkulisse beider Umzüge genau so "entspannt" auf, wie die Mittelalterlichen vor, hinter und neben sich. Das war eine gelungene Gelassenheitssprüfung ersten Ranges!

Als Besonderheit ritten Steppenwind und Djingis noch in den Bogenschießparcour und Steppenwind schoß dort zur Erheiterung der Besucher ein paar Pfeile auf 3-D-Tiere.

Beim ersten Showauftritt am Samstag Abend lief alles recht gut; nur Fino machte Bocksprünge entlang der Zuschauer, was für Steppenwind das Zielen sehr schwer machte. Aber, jeder Schuss ein Treffer und sogar der "gefangene Pfeil" klappte auf Anhieb. Am Sonntag, bei 36 Grad Hitze, hatte Fino gar keine Lust mehr und zeigte das überdeutlich, so dass Steppenwind für manchen Schuss mehrere Anläufe brauchte. Trotzdem scheint es den Leuten ganz gut gefallen zu haben.

Anschließend kam Gitana noch zu der Ehre, einen Prinzen zu dessen Heiratsantrag tragen zu dürfen; der Rittersmann saß vorher noch kein einziges Mal auf einem Pferd. Trotz der für ihn sichtbar mulmigen Situation trug er sein Gedicht ohne Fehler vor und wurde mit einem lauten und erlösenden "Ja" seiner Auserwählten für seinen Mut(reiten und fragen) belohnt.

Das Fest war zwar noch nicht zu Ende, aber der Mongolensturm nahm nach einer "Ehrenrunde" und einem abschließenden Besuch bei den Kraiburger Rittern Abschied vom Fest, um noch bei Tageslicht die Pferde nach Hause zu bringen.

Wenn die Beiden für jedes Foto, das von ihnen und den Pferden bei diesem Fest "geschossen" worden ist, einen Euro bekommen hätten, wären sie heute reich!

Djingis (ohne Khan)


Einsteigerkurs im Juli 2012 auf dem Schwab(en)hof in Genderkingen bei Donauwörth

Schon Anfang des Jahres 2012 haben die "Schwab(en)mädels" aus Genderkingen angefragt, ob der Mongolensturm sie bei einem Einsteigerkurs im berittenen Bogenschießen unterstützen würde. Franziska, die Sportwartin der VFD - LV Bayern, und Schwester Johanna als Reithofbetreiberinnen waren zu einem Schnupperkurs bereits 2011 in Hebertsham zum "testen" und wollten nun auf ihrem Hof diesen Kurs anbieten.

Der Wetterbericht für das letzte Juliwochenende prophezeite durchwachsenes Wetter und nicht zu warme Temperaturen. Doch, um es gleich vorweg zu nehmen - bis auf einen kurzen Schauer am Samstag hatte der Wettergott (wohl ein berittener Bogenschütze) ein Einsehen und verwöhnte die Tilnehmer sogar mit Sonne.

Der Kurs fand im Freien auf dem großen Reitplatz der Anlage "Schwabhof" statt mit 7 Damen und einem männlichen Aspiranten zwischen Teenager und Bestager.

Nach der Sicherheitseinweisung und der Bogen- und Pfeilzuteilung ging es an die Grundlagen des komplexen Bewegungsablaufes "Bogenschießen". Verwendung fanden hierbei wieder die bewährten Gymnastikbänder, die Hilfssehnen und zur Selbstkontrolle ein Spiegel. Als die Haltung, das Spannen des Bogens und die Lösebewegung passten, wurden die ersten Pfeile geschossen. Dabei zeigte es sich, dass es ein recht homogener Kurs war, bei dem sich der Lernfortschritt und die guten Schießerfolge bei allen gleichmäßig steigerten. So konnte bereits am Samstag vor der Mittagspause das erste Schießspiel stattfinden, bei dem die TeilnehmerInnen in zwei Gruppen im Staffellauf und auf Zeit mit so wenig wie möglich Pfeilen Treffer "erschießen" mussten. Neben der Auflockerung zeigte diese Übung auch, wie mit Belastung und Druck umgegangen werden konnte. Am Nachmittag folgte das Trocken- und das Schießtraining aus der Bewegung mit Schrittfolgen, abhocken und vom kleinen Trampolin.

Als großen Vorteil bot der Schwabhof zwei lebensgroße Holzpferde, die natürlich ganz hervoragend in die Kursgestaltung eingebaut werden konnten und den angehenden  berittenen BogenschützInnen schon mal ein vorbereitendes Gefühl für den Schuss vom Pferd vermittelten. So ging der erste Tag zu Ende und die Erwartungshaltung und Spannung für Sonntag war deutlich zu spüren.

Der begann, wie schon vortags, mit einem bangen Blick zum wolkenverhangenen Himmel bevor die bereitserworbenen Kenntnisse abgerufen und vertieft wurden. Nun ging es auch schon an die Vorwärts- und Rückwärtsschüsse. Viel Anklang fand auch die Bewegungs- und Taktvorgabe mit der Trommel, um den Lade- und Schießrhythmus zu automatisieren.

Und dann war es endlich so weit, dass die Pferde gesattelt werden konnten. Der Reitplatz war lang genug für einen Galopp in einer abgesteckten Gasse und alle KursteilnehmerInnen zeigten sehr gute Schüsse auf die Seitwärtsscheibe. Sogar ein absoluter Reitanfänger, der am Freitag das erste Mal auf einem Pferd gesessen war, schoss im Galopp vom geführten Pferd erfolgreich auf die Scheibe. Aus Rücksicht auf die Pferde musste das Training dann doch eingestellt werden, denn sonst würden sie heute noch schießen. Die begeisterten Gesichter sprachen Bände.

So endete ein erfolgreicher Kurs im Schwabenland, der den Teilnehmern und der Kursleitung sehr viel Spass gemacht hat; Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Es zeigte sich jedoch, dass die von der VFD gestellten Bögen meist zu stark für untrainierte Anfänger und die Pfeile zum großen Teil zu kurz sind (vielleicht kann der bayerische Landesvorstand ja zu einem weiteren Erwerb von Leihbögen und -pfeilen bewegt werden.)

Djingis (ohne Khan)


Auftritt bei der Landshuter Pferdemesse 2012

Bei der diesjährigen Landshuter Pferdemesse trat der Mongolensturm Bayern für die berittenen Bogenschützen der VFD im Rahmen des Showprogramms erstmals mit auf. Verstärkt wurden Djingis und Steppenwind durch Astrid, die wieder von der Kutsche schoss. Der Veranstalter war vom berittenen Bogenschießen so angetan, dass am Samstag, statt der einen Vormittagsveranstaltung, auch am Nachmittag eine Vorführung erfolgen sollte. Trotz anderweitiger Terminplanung sagten die drei Akteure kurzfristig zu.

Vormittags lief alles bestens. Gitana, geritten von Steppenwind, ging in gesetztem gleichmäßigem Tempo auf dem Zirkel, so dass die beiden Schüsse seitwärts auf die am Boden stehenden Scheiben und die Schüsse auf den von Djingis gehaltenen "Lolli" (vorwärts, rückwärts und seitwärts) kein Problem darstellten. Auch die beiden Schüsse auf das, ebenfalls von Djingis gehaltene Schild kamen gut an. Besonders der Überraschungsschuss, der - vom stehenden Pferd aus geschossene - gefangene Pfeil gefiel dem Publikum recht gut. Zum Abschluss schoss Astrid wieder zwei Pfeile von der Jagdkutsche der Familie Strasser ins Zentrum der Bodenscheiben.

Am Nachmittag sollte das gleiche Programm nochmals ablaufen. Leider kam Gitana, wohl auf Grund des recht weichen Sandbodens und ihrer Unaufmerksamkeit, nach dem dritten Schuss in der Kurve ins Straucheln und stürzte samt Reiterin zu Boden. Dabei geriet Steppenwind mit dem Fuß unter das Pferd. Nach Überprüfung des Befindens von Pferd und Reiterin wurde das Showprogramm zu Ende geritten. Bemerkenswerter Weise schoss Steppenwind, trotz dieses massiven Zwischenfalls, keinen Pfeil daneben. Wie sich jedoch anschließend herausstellte, hatte sie sich mehrere Haarrisse am linken Fuß, wohl durch den breiten Westernsteigbügel , zugezogen, der einen geplanten weiteren Auftritt am Sonntag leider nicht mehr zu ließ.

Am VFD-Stand in der Messehalle wurde in der Mittagspause noch darüber gesprochen, wer das "Show"-Team verstärken könnte, falls es einmal zu einem Ausfall von Steppenwind, Djingis oder Astrid kommen sollte. Dass dies schon am selben Tag wahr werden sollte, konnte niemand ahnen.

Djingis (ohne Khan)


Das zweite Sicherheitsseminar der VFD - LV Bayern war wieder ein Erfolg

Am 30.06. und 01.07.2012 fand nunmehr bereits das zweite Sicherheitsseminar für das berittene Bogenschießen in Geierseck bei Dorfen statt, bei dem Djingis und Steppenwind am ersten Tag als Referenten mitwirkten. Auf dem Hof "Stable 4 Friends" von Hanni Felten erfuhren die neun TeilnehmerInnen viel Wichtiges und Wissenswertes rund um diesen attraktiven Sport. Von Bogen- und Materialkunde über Trainingsleitung und deren rechtliche Fragen, Probleme und Konsequenzen, der Turnierteilnahme und -ausrichtung, Sicherheitszonen bis zur Pferdeausbildung reichte der Bogen der Veranstaltung. Leider war es gerade an diesem Wochende sehr heiß, was an die Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmer und der Referenten hohen Anspruch stellte. Dass auch VFD-(noch) Nichtglieder an diesem Seminar teilnahmen, zeigt die Bedeutung dieser Veranstaltung, die innerhalb des Verbandes Voraussetzung für den Veranstaltungsversicherungsschutz bildet. Für Trainings- und Veranstaltungsleitungen ist dieses Seminar alle zwei Jahre des halb verpflichtend. Andere Organisationen in Deutschland, die berittenes Bogenschießen betreiben, bieten solche Fort- und Weiterbildungen bislang nicht an.

Ein ausführlicher Erlebnisbericht von Winni Wolf hier.

Djingis (ohne Khan)


Der Schuss im Sprung und von der Kutsche bei der Messe "Pferd International 2012" 

Auch in diesem Jahr trat der Mongolensturm Bayern im Showprogramm bei der Messe "Pferd International" vom 17.05. - 20.05.2012 für die VFD (Vereinigung der Freizeitreiter und -Fahrer - LV Bayern) auf. Dabei zeigte Steppenwind den Schuss im Sprung über ein Hindernis und traf einmal sogar in die Mitte der Zielscheibe. Ein weiteres Novum war der Schuss von der rasenden Ponykutsche, den Astrid in schöner Schusstechnik zeigte.

Bereits am Mittwoch machten sich Djingis und Steppenwind als Akteure mit der "Wilden Feder" als bekannt fleissige Helferin auf den Weg zur Reitanlage in Riem, wo ab 16.00 Uhr eine Programmablaufprobe stattfinden sollte. Um den Organisationsirritationen des Vorjahres zu entgehen, wurde das Übernachtungszelt eigenständig auf dem "Campingplatz" aufgebaut und auch die Box für die beiden Pferde "Fino" und "Gitana" schon in Beschlag genommen. Somit waren die wichtigsten logistischen Vorgaben schon mal erledigt. Witterungsbedingt - es war eine komplette Kopie des Vorjahres - erfolgte dann etwas verspätet die "Generalprobe" in einer Trainingsreithalle für Galopprennpferde mit tollem neuem Boden, auf dem aber nicht galoppiert werden darf!? Es gibt dort auf der Reitanlage auch mehrere Trainingsovale für Galopper - aber bitte nur maximal im Trab zu benutzen! Martha, unsere gute Seele aus dem Nachbarstall, zeigte den "Mongolen" jedoch Wege aus der Reitanlage, wo dann auf wunderbaren Wegen rund um Riem die Pferde ausgiebig ihrem Bewegungsdrang nachgehen konnten, nachdem sie von "Wilder Feder" jeweils schon früh am Morgen zuverlässig mit Futter versorgt worden waren.

Bei der Generalprobe entstand spontan der Gedanke, von der im Showprogramm der VFD mitwirkenden Pony-Express-Kutsche von Sabrina Bogen zu schießen, wozu Astrid überredet werden konnte; sie hatte auch (wohl in weiser Voraussicht) ihren Bogen mitgebracht. Außerdem übte Steppenwind mit Fino noch den Schuss im Sprung, der erstmals im Showprogramm gezeigt werden sollte. Vor den Bogenschützen demonstrierte noch eine Kindergruppe mit Ponys die umfangreiche Ausbildung zum Wanderreiten in einem bunten und recht aufwändigem, attraktiven Schaubild. 

Am Donnerstag ging es dann mit der üblichen Nervosität zum Auftritt. Djingis und Steppenwind schossen nicht schlecht und der Sprung für Fino wurde aufgebaut. Leider war ihm die Besenstiellänge quer über der Bahn zu wenig Herausforderung und er wich dem Hindernis mehrfach aus. Dann also gleich zur nächsten Neuerung - dem bewaffneten Pony-Express. Sie fetzten heran und Astrid traf zwei Zielscheiben. 

Am Freitag wurde für Fino dann eine Springstange organisiert und - gleich im ersten Anlauf sprang er in der für ihn so typischen Bockhochsprungmanier darüber. Am höchsten Punkt des Sprunges löste Steppenwind den Pfeil, der - unglaublicher Weise - in der Mitte der Zielscheibe landete. Der erste öffentlich gezeigte Sprungschuss in Bayern war ein Treffer! Leider verhedderte sich die Kutschenpeitsche in Astrid´s Bogen und sie kam erst spät und auf die letzte Scheibe zum Schuss.

Am Samstag herrschte dann mittelschweres Chaos, weil die Organisatoren in Zeitverzug kamen und das Showprogramm der VFD massiv gekürzt werden musste. Das hatte zur Folge, dass in der Hektik die Zielscheiben nicht richtig standen und der Sprungschuss entfallen musste. Trotzdem gelang Djingis ein schöner weiter Rückwärtsschuss auf eine als Seitwärtsscheibe aufgestellte Rückwärtsscheibe und auch die Schützin von der Kutsche aus traf.

Am Sonntag lief das Programm wieder im Gesamten ab und es war genügend Zeit, die Zielscheiben richtig zu positionieren, was sich in den gelungenen Treffern niederschlug. Auch der Sprungschuss wurde ebenso gezeigt wie der Schuss vom Pony-Express. 

Insgesamt fand die Vorführung der berittenen Bogenschützen vom Pferd und von der Kutsche wieder guten Anklang und viele Leute interessierten sich, wie, wo und wann entsprechende Ausbildung stattfinden würde.

Es könnte gut sein, dass der Mongolensturm Bayern für die VFD auch im nächsten Jahr wieder bei der Pferdemesse dabei ist oder bereits in diesem Jahr bei der Landshuter Pferdemesse.

Djingis (ohne Khan)


Seminar im berittenen Bogenschießen in Geierseck

Am 28. und 29. Mai fand auf der Reitanlage von Hanni und Micha in Geierseck ein Seminar im berittenen Bogenschießen statt - bestens organisiert und vorbereitet von Nicola Reiff -, das Djingis und Steppenwind vom Mongolensturm Bayern leiten durften. Neun TeilnehmerInnen übten vom Boden aus und stiegen an beiden Tagen für Schüsse vom Pferd auch in den Sattel. Ein weiterer Schwerpunkt war das Vorbereiten der Pferde (Desensibilisieren) auf das berittene Bogenschießen.  

Das Seminar war ausgeschrieben für Fortgeschrittene mit Pferd. Da aber auch zwei Einsteiger mit dabei waren, musste die Herausforderung gemeistert werden, die eine Gruppe nicht zu überfordern, während die andere Gruppe sich nicht langweilen sollte.

Nach der Sicherheitsbelehrung, den organisatorischen Absprachen und den Aufwärmübungen wurde für alle TeilnehmerInnen zunächst mit Basisarbeit und Leistungssichtung begonnen. Dazu erfolgten Grundübungen mit dem Theraband und Bögen mit Hilfssehnen. Anschließend teilte sich der Kurs auf und Steppenwind übernahm das Einsteigertraining, während Djingis mit den Fortgeschrittenen neben den Bodenübungen erstmals in einem Kurs auch vom Sattelbock  u n d  dem "Elektropferd" ("Stromy Horse") die Schüsse übte. Beide Hilfsmittel fanden großen Anklang und wurden als sehr hilfreich beurteilt, da zum Einen der Sattelbock ein Verdrehen der Hüften offenbarte und zum Anderen das bewegliche "Pferd" einen Eindruck vom instabilen Unterkörper beim Reiten vermittelte. Des Weiteren kontrollierten die TeilnehmerInnen in einem Spiegel ihre Schusshaltung selbst erfolgreich. 

Bereits am Samstag Nachmittag konnten die Einsteiger in das Aufbautraining mit einbezogen werden, so dass den ersten Schüssen vom geführten Pferd am späten Nachmittag nichts mehr im Wege stand. Zwei Pressevertreterinnen schauten auch vorbei, denn die Süddeutsche Zeitung recheriert über diese Sportart und wird einen entsprechenden Artikel veröffentlichen! Gut, dass alle sauber gekleidet, gekämmt und geschnäuzt waren und freundlich drein sahen :-). 

Am Sonntag erfuhren die TeilnehmerInnen alternative Atemtechnik, das Halten und Schießen von mehr als drei Pfeilen, Bewegungslehre und die inspiratifve Wirkung einer Trommel auf das Training und die Konzentration, bevor ab 15.30 Uhr nochmals Schusstraining vom Pferd (je nach Kenntnisstand geführt, eigenständig im Schritt, Trab oder Galopp) stattfand.

Aufgelockert wurde das Training durch Schießspiel und Grundlagen im Umgang mit dem "Kampf"-Stock zum Krafttraining, zur Gymnastik und Koordinationsfähigkeit. 

Die Rückmeldungen zum Seminarerfolg am Sonntag Abend waren ausschließlich positiv, so dass davon ausgegangen werden kann, es haben alle, einschließlich der Seminarleitung, von diesen zwei intensiven Tagen provitiert.

Die Rahmenbedingungen am Seminarort unterstützen mit Pferdegestellung, Rundumversorgung und großzügiger Örtlichkeit das Ergebnis. Am wichtigsten allerdings ist stets, dass bei solchen nicht ungefährlichen Sportarten alles unfallfrei abläuft, was auch bei diesem Seminar Dank der Disziplin, Rücksichtnahme und Kooperation aller Beteiligten gewährleistet war. 

 

Djingis (ohne Khan)

Wochenendlehrgang – Berittenes Bogenschießen vom 28. bis 29. April 2012 

Am letzten April-Wochenende fand der Berittene Bogenschießlehrgang auf der Reitanlage Stable4friends (www.stable4friends.de) in Geierseck bei Taufkirchen a. d. Vils statt. Kursleiter waren Beate und Rainer Hohenadler vom Mongolensturm Bayern (mehr Infos unter: www.mongolensturm-bayern.de). 

Die Gruppe aus 9 Teilnehmern setzte sich bunt gemischt aus Reit- und Schießanfängern bis hin zu erfahrenen Reitern mit Schießerfahrung zusammen.

Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, das Aufwärmen und das Grundlagentraining waren zu Beginn für alle wichtig. So hatten die Anfänger die Chance anhand von Trockenübungen, mit und ohne Gymnastikband, die Technik des Schießens zu erlenen. Für die Fortgeschrittenen war dies die perfekte Gelegenheit, eingeschlichene Fehler zu korrigieren und das Gelernte zu vertiefen.

Nach dieser lehrreichen Einheit ging es an die Bögen, um das Gelernte nun in die Praxis umzusetzen. Beate und Rainer haben sich viel Zeit genommen jeden Teilnehmer beim Schießen zu korrigieren und so hatten alle die Chance das richtige Schießen auch zu erfühlen. 

Die Vormittage drehten sich um das korrekte Schießen vom Boden aus. Ob aus dem Stand oder aus der Bewegung, es wurde alles trainiert. Zur Vorbereitung für das Schießen vom Pferd aus haben wir Schießübungen vom Sattelbock aus gemacht. Zur Verinnerlichung des richtigen Taktes, gab es am Sonntag Vormittag begleitende Trommelschläge von Rainer. Die Trommelschläge hatten eine meditative und zugleich eine etwas Unter-Druck-Setzende Wirkung, die zudem die Konzentration extrem unterstützte. 

Das abwechslungsreiche Programm aus statischen und bewegten Übungen, sei es durch vorgegebene Schrittfolgen, Schießspiele und Zeitschießen, hat allen gut gefallen. Zur Koordinationsschulung und erneutem Aufwärmen nach dem Mittagessen wurden wir von Rainer in die Kunst des Stockkampfes eingeführt. Dies verlangte auch wieder einige Kraft aus den Schultern und viel Konzentration und Koordination. 

An den Nachmittagen wurde das Schießen vom Pferd aus geübt. Samstag lag die Grundlage darin, die korrekte Ausübung des Schusses vom geführten Pferd aus durchzuführen und die Bewegungen des Pferdes in Kombination mit dem Schuss auszuüben.

Für den Sonntag Nachmittag haben wir uns eine Schießbahn aufgebaut, in der die Pferde neben der Zielscheibe durchlaufen mussten. So konnte sich der Reiter / Schütze auf das Zielen konzentrieren ohne das Pferd noch groß lenken zu müssen. 

Die Erfolgserlebnisse des Kurses waren wohl die abgeschossenen Pfeile vom galoppierenden Pferd der fortgeschrittenen Teilnehmer. 

Der Kurs war sehr schön organisiert und gestaltet. Wir haben viele Anreize für das eigenständige Üben zu Hause erhalten. Es hat uns allen sehr gut gefallen und die Atmosphäre aus Konzentration und Spaß machte das Lernen einfach und entspannt. 

Wir danken dem Team von Stable4friends für die Durchführung des Lehrgangs auf eurer Anlage. Ebenso für die schöne Atmosphäre, dem Stellen von Lehrpferden und die Verpflegung der Privatpferde.

Ganz besonderen Dank an Beate und Rainer Hohenadler für den tollen Lehrgang. Und nicht zu vergessen an Nicola Reiff, die diesen Lehrgang mit ganz viel Herzblut organisiert hat!

 


Vorführung im Berittenen Bogenschießen, Stuntreiten und Schwertkampf in Hebertsham für die Sportgemeinschaft des Bayerischen Rundfunks

Im zweiten Anlauf klappte es dann doch. Schon für Juni war eine Vorführung im Berittenen Bogenschießen für die Sportgemeinschaft des Bayer. Rundfunks vorgesehen. Ungefähr zehn Personen kamen dazu Ende Oktober nach Hebertsham bei Wasserburg. Der Mongolensturm machte sich am Samstag Nachmittag mit Zielscheiben, Scheibenständer, den Pferden und Pfeil- und Bogen auf zum Reiterhof Frank. 

Mit etwas zeitlicher Verspätung demonstrierten Lajos Dren und seine Freundin einzelne Sequenzen aus dem Trickreiten. Handstand, ab- und aufspringen, Rückwärtsreiten und Stehen auf dem galoppierenden Pferd waren dabei einige Szenen. 

Anschließend zeigten Steppenwind und Djingis vom Mongolensturm Bayern das Berittene Bogenschießen anhand eines "koreanischen" Aufbaus mit fünf seitwärts stehenden Scheiben. Leider buckelten die Pferde lustig durch die Reithalle, wodurch einzelne Pfeile ihr Ziel nicht fanden. Den Zuschauern gefiel es anscheinend trotzdem. Einen besonderen Reiz brachten die Schüsse (Flu-Pfeile mit Bluntspitzen) aus dem Galopp auf Djingis, der sich dabei mit einem Rundschild schützte. Steppenwind traf trotzdem einmal auf den Bauch und einmal in den linken Oberschenkel - Verwundungen, die im Ernstfall kampfunfähig gemacht hätten.

Lajos und Djingis hatten noch eine kleine Choreographie für Schwertkampf einstudiert. Dabei ritt Lajos erst einige Galoppangriffe gegen den am Boden stehenden Djingis. Der riss ihn bei einem weiteren Angriff vom Pferd zu Boden, wo beide mt ihren Säbeln weiterkämpften bis zur Entwaffnung von Lajos, der schließlich "aufgab und flüchtete". 

Die Gäste hatten anschließend noch die Möglichkeit, selbst mit Pfeil und Bogen vom Boden aus zu probieren, um abschätzen zu können, welche Anforderung dieser Sport vom Pferd aus erfordert.

Den Bericht der BRler könnt ihr unter folgendem Link nachlesen und auch einige Bilder ansehen -> www.sg-br.de 

Auch die HP der VFD - LV Bayern erwähnt diese Veranstaltung -> Hebertsham

Djingis (ohne Khan)


Seminar im berittenen Bogenschießen in der Oberpfalz

Auf Initiative des zweiten Vorsitzenden der VFD Oberpfalz, Björn Rau, fand für die dortige Interessengruppe im berittenen Bogenschießen statt. Die Leitung hatten Djingis und Steppenwind vom Mongolensturm Bayern. Den Bericht hierzu könnt ihr über nachstehenden Link auf die VFD-Seite nachlesen.


Mongolensturm Bayern im Circus "Crocofant"

Einen überraschenden Gastauftritt hatte der Mongolensturm im bekannten Circus "Crocofant" der Familie Meise am 08. und 09. Oktober 2011 in Waldkraiburg. Es war schon ein besonderes Erlebnis, die Circusatmosphäre und die Menschen einmal auch hinter den Kulissen zu erleben.

Der ehemalige Chefredakteur der Waldkraiburger Nachrichten, der selbst intensive Kontakte aus seinem früheren Berufsleben zur Circuswelt hat, wollte für das Gaststpiel  in Waldkraiburg auch in diesem Jahr eine Besonderheit bieten. Er fragte deshalb beim Mongolensturm an, ob es denkbar wäre, in der 11 Meter großen Manege eine Darbietung im berittenen Bogenschießen zu präsentieren.

Steppenwind und Djingis probierten am Reitplatz mit der im Verhältnis zu "Fino" doch kleineren und kompakteren "Gitana", auf dieser Zirkelgröße auf drei am Boden in der Zirkelmitte zusammengestellte Zielscheiben zu schießen; es klappte ganz gut. Für zwei Pferde, die noch dazu in unterschiedlicher Geschwindigkeit laufen, war das Circusrund aber auf alle Fälle ohne längeres Üben zu klein.

Also wurde für Donnerstag Abend eine Probe im Circurszelt vereinbart. Alle Beteiligten waren sehr gespannt, ob und wie sich das Pferd an die ungewohnte Umgebung gewöhnen würde.

Erst am Raubtierwagen vorbei, dann durch das dunkle Vorzelt und schließlich in die beleuchtete Manege! Das Pferd, geritten von Steppenwind, war nach ein paar Runden bereits klatschnass vor Aufregung. Die Temperatur im Zelt tat ihr Übriges. Gitana war kaum zum Galoppieren zu bewegen und wenn sie mal auf Tempo war, fiel sie ohne ständigen Schenkeldruck gleich wieder in den für das Schießen ungemütlichen Trab zurück. Es sah alles danach aus, dass es wohl nichts Attraktives werden würde; trotzdem sollte der Auftritt laufen. Eine große Ankündigung erfolgte deshalb am Samstag in der Tagespresse.

Am Samstag Nachmittag fand die erste gemeinsame Vorstellung statt. Gleich nach der Pause sollte der Auftritt erfolgen. Dazu musste das Pferd aber einige Minuten im dunklen Vorzelt warten, bis die Zwischenmusik und die Ankündigung vorbei waren. Es ging dort doch recht eng zu und so warteten alle ungeduldig auf das Öffnen des Vorhangs. Direktor Frank Meise erzeugte inzwischen eine große Erwartungshaltung beim Publikum. Steppenwind ritt daraufhin mit der bayerisch/mongolischen Fahne ein und ließ das Pferd einige Galopprunden laufen. Dann erhielt sie ihr Werkzeug, den koreanischen Reiterbogen und einen Flu-Flu-Pfeil, den sie sicher auf einer der drei Scheiben platzierte. Es folgten Runden mit zwei und drei Pfeilen. Anschließend schoss sie sogar fünf Pfeile am Stück. Gitana fiel zwischendurch immer wieder in den Trab, was das Nachladen, Schießen und Treffen schon erschwerte. Dennoch lief es recht gut. Nur beim abschließenden Schießen auf den Reiterschild, den Djingis am Manegenausgang vor sich hielt, kam es zu einem Missverständnis. Steppenwind dachte, die Blunt-Flu-Pfeile sollten gefangen werden und schoss deshalb am Schild vorbei. 

Na ja, bei der Abendvorstellung lief es dann aber insgesamt schon besser und sie setzte auch die Schlusspfeile sicher auf den Schild. Fahnengalopps beendeten jeweils die Vorstellung des Mongolensturms. Auch die Sonntagsvorstellung gelang ganz gut, wenngleich Djingis für etwas Verwirrung sorgte, als er Steppenwind die Fahne bereits vor den Schüssen auf den Schild reichte. Aber auch diese kleine Programmänderung meisterte der Mongolensturm "souverän".

Gitana rutschte bei höherem Tempo mehrmals in der Manege aus, da das Sägemehl auf relativ losem Untergrund lag, was auch mit ein Grund für ihre Galoppunwilligkeit gewesen sein mag. Allgemein schien der Auftritt aber ganz gut angekommen zu sein. 

Wie im Circus üblich, durften die beiden Akteure bei der Verabschiedung am Schluss jeder Vorstellung mit allen anderen Künstlern, namentlich genannt, den Schlussapplaus genießen. 

Das Circusprogramm insgesamt war recht interessant, kurzweilig und unterhaltsam; Arbeit mit Raubtieren, Luftakrobatik mit Reifen und Bändern, Jonglage mit Keulen, Bällen und Fackeln, ein starker Mann mit Eisengewichten, eine tolle Kunstreitertruppe und der unentbehrliche Clown (... ja, und der Mongolensturm).

Leider ließen die Zuschauerzahlen sehr zu wünschen übrig bei dem Aufwand, den die Circusleute für ihr Programm betreiben müssen.

Der Mongolensturm jedenfalls fühlte sich sehr wohl in der Gesellschaft dieser freundlichen Menschen und dankt für die Möglichkeit der Präsentation seines Sportes in dieser ungewöhnlichen Umgebung.

Djingis (ohne Khan)


Seminar mittelalterlicher Schwertkampf in Burghausen 

Nach vielen Stunden "Selbststudium" und mehr oder weniger erfolgreichen Kämpfen mit Langschwert und Säbel nahm Djingis im Juli an einem Seminar "mittelalterlicher Schwertkampf mit dem Ein- und Eineinhalbhandschwert" in Burghausen teil. Seminarleiter war Volker Kunkel vom Institut "West-Coast" in Offenbach/Hessen, der seit mehreren Jahrzehnten Kampfsport und Schwertkampf unterrichtet.

Der Leitfaden für Bewegunglehre und Technik richtete sich dabei nach den Erkenntnissen der deutschen Fechtschule von Meister Johann Liechtenauer aus dem Mittelalter. 

Diese Art der Fechtkunst basiert auf der Verknüpfung von Verteidigung und gleichzeitigem Angriff in einer Abwehrbewegung. Hierbei kommen überwiegend die Grundverteidigungstechniken "Ochs",  "Pflug" und "langer Ort" sowie die Hiebe "Zornhau", "Krumphau", "Zwerchhau" und "Schielhau" zur Anwendung. In ihren jeweiligen Endstellungen lassen sich direkt oder durch "Winden", "Zucken" und "Reisen" sofort Bedrohungen des Angreifers aufbauen.

Des Weiteren lehrt dieses System einen fließenden Übergang eines nicht geglückten Angriffes in eine Verteiligungsstellung mit gleichzeitiger erneuter Bedrohung des Angegriffenen. 

Volker Kunkel versteht es, Anfänger wie Forgeschrittene durch sein bewährtes Lehrschema aus dem bloßen "Hauen und Stechen" in eine technisch anspruchsvolle Ausführung des Fechtens überzuleiten. Und das mit großer Ruhe und Sachverstand. Die gezeigten Techniken ermöglichen sowohl Freikampf, attraktiven Schaukampf als auch Selbstverteidigung; ein Stock, Schirm oder Spazierstecken ersetzen dann wirkungsvoll das Schwert.

Es war ein kurzweiliges Seminar unter freiem Himmel, das sehr viel Lust auf Fortsetzung geweckt hat. Leider ist Volker nur einmal im Jahr in Burghausen und die Ronneburg recht weit weg.

Die Qualität des Schwert- und Säbelkampfes im Mongolensturm hat aber bereits durch diese Unterweisung eine ganz andere Ausführungsebene erreicht.  ... hier gibt´s noch Bilder dazu ...

 

Djingis (ohne Khan)


....und dann war da plötzlich ein Pferd auf dem Flur

und es war gar nicht lustig!

Anlässlich eines Turniers im berittenen Bogenschießen, das im Rahmen eines Pferdfestivals stattfand, trafen wir uns am Vorabend im Bewirtungsraum des Veranstalters zur Wettkampfbesprechung. Der Raum war ca. 10 Meter lang und 5 Meter breit, der Boden gefliest und mit Bierbänken und -tischen ausgestattet. Wir hatten uns gerade gesetzt, als plötzlich ein Pferd mit Sattel und Zaumzeug, aber ohne Reiter(in) vom Dressurplatz kommend durch die Eingangstüre in den Raum stürzte. Eine ältere Dame, die den Raum gerade verlassen wollte, wurde umgerissen und vom Pferd fast überrollt. Mit weit aufgerissenen panischen Augen versuchte das Pferd verzweifelt, auf dem glatten Untergrund wieder auf die Beine zu kommen. Einige beherzte Menschen räumten, so weit es auf die Schnelle ging, Tische und Bänke zur  Seite, während einige andere das Pferd beruhigen wollten. Nach endlosen und beängstigenden Sekunden kam das Pferd mit gebrochenem Hinterlauf zum Stehen. Es war psychisch und physisch fertig; auf Grund der Verletzung musste es noch an Ort und Stelle eingeschläfert werden.

Die Stimmung war dahin....und keiner wusste so richtig, was warum passiert ist und ob die Situation, von wem auch immer, vermeidbar gewesen wäre.

Es soll hiermit lediglich dargestellt werden, dass der Umgang mit Pferden jederzeit Überraschungen bereithält, die von niemandem zu kalkulieren oder vorherzusehen sind. Sie können jederzeit und überall passieren und niemand sollte sich der Einschätzung hingeben, er/sie wäre davor gefeit.......

Djingis (ohne Khan)


Wir waren auch dabei.......

"Steppenwind", "Djingis" (ohne Khan) und "Wilde Feder" beim Schauprogramm der Messe "Pferd International" vom 02.-05. Juni 2011 in München Riem 

Etwas kurzfristig, aber immer noch rechtzeitig, um ein kleines Programm für das berittene Bogenschießen zusammen zu stellen und zu trainieren, wurde der Mongolensturm Bayern  vom Verband der Freizeitreiter und -Fahrer (VFD - LV Bayern) eingeladen, bei der Pferd International 2011 für die VFD mit zu wirken.

Bei der Probe, eine Woche vor der Veranstaltung, war der Boden in der Veranstaltungsarena sehr unterschiedlich griffig und bei Nässe für enge Galopprunden untauglich. Fast wären beide Pferde gestürzt – Fino trat sich mit dem Hinterfuss in die Fessel des linken Vorderhufes!

Also in aller Kürze ein Alternativprogramm aufstellen! Es sollte auf einer Bahnlänge von 50 Metern ein verkürzter koreanischer Ablauf gezeigt werden; einen Schuss auf die Scheibe bei 25 Metern, je einen Schuss auf eine Vorwärts- und eine Rückwärtsscheibe sowie eine Dreierserie auf die Scheiben bei 10 Metern, 25 Metern und 40 Metern.

Nach etwas Übung auf dem doch kleineren Reitplatz waren alle Akteure recht zuversichtlich. Außerdem glaubten wir da noch an den Wettergott, der sich für Donnerstag mit trockener Witterung angekündigt hatte. Doch es wurde, wie so oft im richtigen Leben, ganz anders.

Bei durchwachsenen Verhältnissen kamen wir am Mittwoch am frühen Nachmittag in Riem an und brachten die Pferde in ihre Boxen. Wo wir nächtigen konnten, war noch nicht klar. Also sattelten wir die Pferde und begaben uns in eine 40 x 20 Meter große Trainingshalle für die Galopper, wo wir nochmals das Schauprogramm mit allen anderen Mitwirkenden durchgingen.

Von der spielerischen Dressurarbeit mit Pony über das hochkarätige zweispännige Fahren mit Andalusieren, Distanzreiten, Freiheitsdressur mit Hunden, Westernreiten, Dressurarbeit mit Pferden allgemein bis eben zum berittenen Bogenschießen reichte das Schauangebot der VFD. Anschließend ging es zurück zum Stall, die Pferde versorgen und …….Zelt aufbauen. Nein eben noch nicht, weil wir erst versuchten, unser doch sehr sperriges und umfangreiches Equipment in der Nähe der Arena zu platzieren. Aber auch nach zweistündiger Wartezeit gelang es uns nicht; wir sollten es am Donnerstag gleich am frühen Morgen wieder versuchen. Das Zelt bauten wir im Nieselregen, weit ab von den Pferden auf, was die Stimmung auch nicht gerade hob. Immerhin gab es auf dem Zeltplatz einen sauberen Sanitärcontainer. Die Nacht war laut und an Schlaf kaum zu denken. Ständig wurden noch Pferde angeliefert, stündlich fuhr der Zug vorbei und zwischen durch die S-Bahn. Bei "Steppenwind" und der "Wilden Feder" sank die Stimmung am Morgen unter den „Null-Motivator“, als sie noch ohne Frühstück waren und die beiden, Dank der strengen Einfahrtskontrollen, die umfangreiche Ausrüstung auch noch allein an die Arena bringen mussten. 

Doch dann ging´s auch schon los – Pferde fertigmachen und gemeinsamer Abritt vom Stall. Auf den Abreiteplätzen vor der Arena herrschte (jeden Tag der gleiche) Riesenbetrieb. Die Gespannfahrer, die Islandpferdereiter, Iberische Reiter und …… die VFD-Truppe, alle wollten ihre Pferde auf den bevorstehenden Auftritt vorbereiten. Da kam plötzlich die Mitteilung, dass eine Gruppe von 30 Kavalleristen der Armee aus dem Scheichtum Oman eingeschoben wird. Man hörte sie schon von Weitem, da ihre echt silberne Ausrüstung an ihren tollen Araberpferden fein schellte. Das war eine mutige Truppe; sie tobten mit ihren Tieren über den Platz und bei jeder Vorstellung fiel mindestens eine Person von Pferd.

Danach waren die VFDler aber endlich dran und konnten zur Begrüßung einreiten. Die anderen Schaubilder blieben in der Arena, wir versuchten auf dem inzwischen leeren Abreiteplatz die Pferde zu beruhigen. Der Puls stieg ziemlich an, denn der Boden war höllisch glatt vom Regen in der Nacht. Und nach fast einer halben Stunde durften auch wir zur Vorstellung einreiten. Einzel- und Zweifachschuss klappten ganz gut, da hier auch der Auslauf nach den Schüssen gut passte. Beim Dreifachschuss wurde es dann am Ende der Bahn ganz schön eng und beim Durchparieren rutschten die Pferde schon merklich. Aber alles ging gut und der Beifall der Zuschauer entschädigte für das Nervenflattern.

Von Tag zu Tag besserten sich die Verhältnisse, so dass die Bahn keine Probleme mehr darstellte. Nur das Nervenflattern vor dem Auftritt blieb, trotz der ganz guten Trefferergebnisse. Die beeindruckten den Moderator und Mitverantwortlichen der Pferd International, den renommierten Richter und Turnierleiter Bruno Six anscheinend so, dass er am Sonntag überraschend und nicht abgesprochen die Bahn überquerte und sich eine metergroße Zielscheibe schnappte und sich vor den Oberkörper hielt. Djingis schüttelte zwar den Kopf, als die Aufforderung zum Schuss kam, aber der „Chef“ blieb bei seinem Wunsch. Also kurz überlegt, was alles passieren könnte (aber nicht passieren darf), abgewogen und für machbar befunden ritt Djingis an und ……. traf genau die Mitte der Scheibe. Das Volk war begeistert über den Schuss und den Mut des Scheibenmannes.

Sicher etwas leichtsinnig – von Beiden, doch das Risiko war kalkulierbar und es ehrt den Mongolensturm gewaltig, dass so viel Vertrauen in die Treffsicherheit bestand.

Am Applaus gemessen, hat es zumindest den Zuschauern gefallen, den bayerischen VFD-Vorsitzenden Dr. Dietmar Köstler verfehlte jedoch knapp der Herzinfarkt. Show´s haben halt nun mal so ihre eigenen Gesetze...

Die „Wilde Feder“ hatte bereits am Vortag mit organisiert, dass unsere Ausrüstung von einem Messehelfer auf einem Motormuli bis zum Campingplatz transportiert wurde und der Mongolensturm so absolut unabhängig von irgendwelchen Zufahrtsberechtigungen die Abreise gestalten konnte. Nach einem Abschlusssekt auf dem VFD-Messestand und einem weiteren sehr guten Mittagessen ging es nach Hause. Alle VFD-Schaubilder gingen unfallfrei und ohne Schäden aus, was für den Verband und die Mitwirkenden sowie die Verantwortlichen das Wichtigste an dieser (Werbe-)Veranstaltung war. Trotz der großen Anstrengungen ist eine Wiederholung im nächsten Jahr auch für den Mongolensturm durchaus denkbar. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an alle HelferInnen der VFD und ganz besonders an unsere „Wilde Feder“ Chris.

....auf YouTube gibt´s einen Film über das Showprogramm der VFD vom Sonntag, 06.06.2011

Djingis (ohne Khan) 


Internationales Turnier der bertittenen Bogenschützen in Müncheberg 2011

lest hier....


Erstes VFD-Sicherheitsseminar  

für berittenes Bogenschießen am 19.02. und 20.02 2011 

Auf Initiative von Mitgliedern der VFD (Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V.) - Landesverband Bayern -, die sich dem berittenen Bogenschießen verschrieben haben, fand am 19.02. und 20.02.2011 in Geierseck bei Dorfen (Obb) das erste Sicherheitsseminar für berittenes Bogenschießen mit neun TeilnehmerInnen statt. Vom Mongolensturm waren Djingis und Steppenwind dabei. 

Ziel war es, die interessierten ReiterInnen mit den notwendigen Kenntnissen auszustatten, um die sichere Handhabung von Pfeil und Bogen, sowohl vom Boden, als auch vom Pferd, im Zusammenhang mit Trainingsleitung und der Teilnahme und Ausrichtung von spezifischen Veranstaltungen zu gewährleisten.  

Ausschließlich die dabei erworbene Qualifikation berechtigt künftig, das Training für das berittene Bogenschießen innerhalb der VFD - Landesverband Bayern - verantwortlich zu leiten. 

Der Teilnehmerkreis umfasste erfahrene RittführerInnen, aber auch EinsteigerInnen im Reiten oder Bogenschießen, die sich als infizierte berittene Bogenschützen für dieses Wochenende auf dem Reiterhof von Hanni Felten zusammengefunden hatten.

Für alle TeilnehmerInnen wurden detailierte Informationen angeboten, die zum Teil ganz neue Blickwinkel und Erkenntnisse zu einzelnen Themenkreisen und Problemstellungen boten, wie z. B. rechtliche Absicherung, Vertragsrecht, Haftungsregelungen, Leistungsfähigkeit von Kindern und Pferden. Die einzelnen Referenten brachten dazu ihre speziellen Erfahrungen und ihr Wissen ein zu den Fragen nach (in chronologischer Reihenfolge genannt)

- Ausstattung und Ausrüstung von Pferd und Reiter zu, sowie Teilnahme und Ausrichtung von berittenen Bogensportveranstaltungen (Rainer Hohenadler),

- Umgang mit und Betreuung von Kindern (Hanni Felten),

- Haftung, Schadenersatz, Vertragsrecht, Allg. Geschäftsbedingungen (Verena Eckert),

- Sicherheitszonen beim Bogenschießen und Wirkungsweise von Pfeil und Bogen (Axel Kelp),

- Ausbildung von Pferden allgemein und speziell zum berittenen Bogenschießen (Hanni Felten). 

Geistig anstrengende, aber kurzweilige und inhaltvolle Stunden prägten dieses Seminar. Für so manches Problemfeld wäre bei einer Folgeveranstaltung noch mehr Zeit vorzusehen. So wie es jetzt geplant ist, soll neben entsprechenden Angeboten für neue Verantwortungsträger ein jährlicher Workshop zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterbildung der schon tätigen Funktionsträger stattfinden. 

Die VFD - Landesverband Bayern - ist mit diesem Seminar Vorreiter in Sachen zielorientierter Qualifizierung von Trainings- und Veranstaltungsleitern, um auch verbandsübergreifend und neutral gute Breitenarbeit für diesen in Deutschland noch jungen Sport des berittenen Bogenschießens anbieten und betreiben zu können.

Djingis (ohne Khan)


Weihnachtsschießen 2010

Am Samstag, dem 18.12.2010 trafen sich Linda „Emese“ und Robert „Hunor“ als Organisatoren und 10 TeilnehmerInnen zum diesjährigen Weihnachtsschießen des Mongolensturms. 

Während eine Gruppe Pfeilvorhang und Zielscheiben anbrachte, kümmerten sich andere um das „Buffet“ mit vielen Plätzchen und Schlemmereien sowie antialkoholischen Getränken und etwas Scharfem und auch Glühwein und Nordischem Punsch von Ritter Walter.

Linda und Robert hatten sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Weihnachtsgeschenkezustellfirma Rentierwichtel suchte qualifizierte Mitarbeiter, die teamfähig, treffsicher, rentierversiert und flink sein mussten.

Auch mit den einzelnen speziellen Zielen (Tannenbaum, Rentier, Wurfscheibenauflagen) hatten sie sich viel Mühe gemacht.

Nach einer ausführlichen Einweisung ging es dann an Pfeil und Bogen.

Die einzelnen TeilnehmerInnen, es war fast der gesamte aktuelle Mongolensturm anwesend, nahmen etliche Punkte aus dem Durchschnitt von Gruppenaufgaben mit, wobei die Gruppen immer wieder neu im Losverfahren zusammengemischt wurden. Andere Aufgaben brachten dann zusätzlich auch Einzelpunkte. 

Unter Anderem war Folgendes gefordert:

- der goldene Schuss

Mit verbundenen Augen musste einer nach dem anderen aus derselben Gruppe nach deren Anweisung seine Pfeile auf das Rentier setzen. Dabei waren manche Helfer sehr überrascht, zu welchem Schussergebnis die Hilfestellung führte; oft nicht ins Ziel!

- fliegende Scheiben

Jede Gruppe musste mit neun Pfeilen so viele Wurfscheiben wie möglich treffen.

- Dreisprung

Vorwärtsschuss vom kleinen Bock, nach vorne laufen, im Knien schießen, nach vorne laufen und auf dem Rücken liegend treffen – abschließend nach hinten zur eigenen Gruppe rennen und das nächste Gruppenmitglied abklatschen. Die Gesamtzeit und das Gesamtergebnis ergaben auch hier die Gruppenwertung. 

Nach Abschluss der sieben Schießprüfungen wurde gemeinsam aufgeräumt und ausgewertet.

Diesmal gab es auch keinen Einbruch-Türalarm :-). 

Die Siegerehrung fand ab 17.00 Uhr im Lokal „Kopernikus“ statt. Als „Pokale“ hatte Linda absolute Unikate aus Ton fertigen lassen, die großen Anklang und Gefallen fanden.

Daneben gab es als Sachpreise u.a. ungarische Spezialitäten wie Schnaps, eingelegten Käse und Schokoladenfrüchte.

Als Siegerin des Abends wurde Beate Hohenadler „Steppenwind“ geehrt, gefolgt von Sophie Fitz und Rainer Hohenadler „Djingis“. Diese drei sind nun neue Angestellte der Wichtelfirma. Sophie freute sich besonders, da dieses Ergebnis innerhalb der Erwachsenenwertung erreicht wurde und sie damit sogar ihren "Trainer" hinter sich gelassen hatte. Aber wie heißt es im fernen Osten: Es ist der Stolz und Lohn des Meisters, wenn ihn der Schüler übertrifft.

Es war ein sehr abwechslungsreiches Turnier, das in geselliger Runde gemütlich ausklang. Die Organisatoren künftiger Turniere werden es schwer haben, diese Veranstaltung zu übertreffen.

Djingis (ohne Khan)


Erstes Treffen der Daumenschützen in Wolfersfelden/Alfeld 

Es fand statt vom 10.09. bis 12.09.2010 zwischen Amberg und Nürnberg. Die TeilnehmerInnen kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die unterschiedlichsten Leistungsstände und Schießtechiken des Daumenschießens waren drei Tage beisammen zum Kennenlernen und Fachsimpeln. Sogar am 3-D-Turnier wurde teilgenommen. Auch Djingis, der wegen Knieproblemen schon mehrere Jahre kein Jagdturnier mehr mitgemacht hatte, lief den Parcours bis zum Ende mit.

Es begann alles mit dem Aufruf von Benzi im Forum "Fletcher´s Corner", ob Interesse an einem Erfahrungsaustausch der Daumen schießenden Exotenfraktion unter den Bogenschützen bestünde. Und innerhalb weniger Wochen fanden sich einige, die teilweise lange Anfahrtswege auf sich nahmen, um gemeinsam das Daumenschießen auszuüben. Und so trafen sich ab Freitag Abend Sylvia (Suleviae) mit der gesamten Familie und Daniel (Skerm) aus Österreich, Benzi, Alexandra und Jonas aus Baden-Württemberg, Stephan (Janitschar) aus der Oberpfalz, Gábor (Buddelfrosch) aus Sachsen, Rainer (Djingis) aus Oberbayern, Faltenhemd rigoros mit Familie aus Zürich und Christian (Netwanze) um von einander zu lernen. Der Freitag war ausschließlich einem kurzen Ablaufplan, einer Erwartungsabfrage und im Übrigen dem geselligen Teil gewidmet.     

Am Samstag machten sich dann (fast) alle auf den Weg, um möglichst viele der 28 3-D-Tiere mit möglichst wenig Pfeilen zu "erlegen". Der Veranstalter, Jan von der Firma Bow-Vision, hatte extra zwei Gruppen für die Reiterbogenschützen reserviert. Dabei war es egal, ob mediterran oder mit Daumentechnik geschossen wurde. Daniel ging mit seinem selbst gefertigten Composite-Reiterbogen an den Start, der zwar optisch noch veredelbar, von der Leistung her aber bereits beachtlich ist. Alexandra schoss mit einem Kassai-Baranta in Kyudo-Technik. Die "Krönung" brachte Benzi, der mit einem Yumi und Kyudo-Technik den Parcours bestritt. Aus München kam gegen Mittag noch Laszlo mit Freundin an und nachdem er ein paar 3-D-Tiere erlegt hatte stellte er seine Reiterbögen aus ungarischer Fertigung aus.

Gábor gewann die Wertung mit mehr als 400 ! Punkten, gefolgt von Stephan mit 304 und Rainer mit 298 Punkten.

Insgesamt war der Parcours sehr angenehm zu gehen und auch die Ziele waren sehr originell und interessant gestellt; trotzdem blieben leider einige Holzpfeile beider Gruppen gesplittert im Wald. Jan verloste viele Preise und auch für die Reiterbogenklasse gab es orginelle "Pokale".

Schon auf dem Rundweg beobachteten und korrigierten sich die Däumlinge gegenseitig. Es war sehr interessant, die einzelnen Schusstechniken und ihre Ausführungen zu erörtern und zu diskutieren. Somit kann ohne Übertreibung auch die Turnierteilnahme als wichtiger Bestandteil des Wochenendes gewertet werden. Der Abend klang in guter Stimmung und der Erwartungshaltung für den Sonntag aus.

Nach dem Frühstück teilte sich die Gruppe, um einerseits unter der Anleitung von Stephan Daumenringe aus Alu und Horn herzustellen und andererseits mit Benzi Technik an der Schießscheibe zu studieren. Dabei wurden die verschiedenen mitgebrachten Bögen ausprobiert und bewertet.

Als kurze Zusammenfassung kann festgehalten werden, dass 

- das Spannen des Bogens aus der Rückenmuskulatur heraus erfolgen muss,

- das Lösen der Sehne ausschließlich in gerader Verlängerung der Flugbahn passiert,

- der saubere Pfeilflug primär durch ruckfreies Lösen der Sehne erreicht wird,

- der Spinewert zwar nachrangig aber doch von Bedeutung ist,

- die Zughöhe durchwegs zwischen Ohrhöhe und Schulterhöhe liegt

- ein Fingerschutz die Technik bei guter Passform positiv, ansonsten negativ beeinflusst.

Das sind nun zwar nicht absolut neue Erkenntnisse und im Grunde trifft alles auch für die mediterrane Technik zu. Und doch war es wichtig, die Bestätigung zu erfahren bzw. zu "erschießen". 

Alexandra hatte noch zusätzliches Interesse an Vorübungen für das berittene Bogenschießen, die ihr Rainer zeigte. 

Und schon ging es mit Riesenschritten auf den Nachmittag zu und die Abreise stand an. Gegen 14.30 Uhr beendete Benzi mit einer Abschlussbefragung das Treffen. Ausnahmslos äußerten sich die Anwesenden, einen :-)Reiterbogendaumenschießtechnikworkshop:-) im nächsten Jahr zu wiederholen.

Schön war´s, das Wetter hat gepasst, der Zeltplatz lag im Schatten, Speis und Trank haben gereicht und die Leute hatten Spass miteinander. Gleiche Interessen können, trotz verschiedener Ansichten und Ausführungen, sehr verbindend wirken.

Nachlesen könnt ihr das Thema auch in der Zeitschrift "Traditionelles Bogenschießen"  Nr. 58 / 2010, Seiten 42 - 44.

Djingis (ohne Khan) 


 Auftritt im Rahmenprogramm des Rittertheaters Equo Vadis in Kraiburg

Am 31.07.2010 gestaltete der Mongolensturm das Rahmenprogramm des Rittertheaters auf dem Schlossberg in Kraiburg a. Inn mit. Gezeigt wurde das Bodentraining (Miki, Chris, Robert, Linda) und anschließend auch das Schießen vom Pferd (Rainer und Beate). Die Vorführung fand großen Anklang. Trotz des beengten Geländes waren Seitwärts-, Vorwärts- und Rückwärtsschüsse auf den Ritter "Roland" möglich. Die Pferde Fino und Gitana verhielten sich vorbildlich, so dass die Darbietung im gesetzten Galopp stattfinden konnte. ... hier gibt´s Bilder 

Gegen 18.15 Uhr bauten die Bodenschützen den Parcours mit Pfeilfangnetz, Scheibenständer und Zielscheibe auf. Mit drei Heulpfeilen eröffneten sie die Vorführung.

Sie zeigten Schüsse aus der Bewegung nach vorne, seitwärts und rückwärts. Linda und Chris schossen nach einer Rolle vorwärts aus dem Knien und Stehen. Robert und Miki führten Schüsse im Kreisel vor, ehe alle zusammen zwei Durchgänge Serienschüsse mit abschließender Salve abgaben.

Die anschließende Vorführung der berittenen Schützen nutzte den "Roland" der Theatergruppe, um ihre Pfeile auf dessen Schild zu setzen. Höhepunkt waren die beiden Schüsse von Beate auf Robert, der einen Pfeil auffangen konnte und der Schuss im Galopp von Rainer auf Robert, wobei er den Pfeil mit dem Schild abfing.

Zur allgemeinen Beruhigung: es handelte sich ausschließlich um Flu-Pfeile!, und die auf Robert geschossen wurden, hatten zudem Gummiblunts.

Djingis (ohne Khan)


Riesenerfolg beimTurnier in Schleswig-Holstein am 24. und 25. Juli 2010 

Einen Doppelsieg im Piratencup sowie einen ersten und einen dritten Platz im koreanischen Wettkampf und einen dritten Platz in der ungarischen Wertung zur Deutschen Meisterschaft brachten die berittenen Bogenschützen vom Mongolensturm aus dem hohen Norden mit nach Hause.... hier gibt´s Bilder 

Bei Windböen aus wechselnden Richtungen gelang es Djingis beim ungarischen Wettkampf auf der Turmhügelburg in Lütjenburg mit dem Leihpferd Dito, dem angeblich schnellsten Haflinger in Schleswig-Holstein, den dritten Platz zu belegen. Noch besser lief es in der koreanischen Disziplin, wo er die Gesamtwertung aus Einzel-, Doppel- und Mehrfachschuss gewinnen konnte. Der dritte Platz ging an Steppenwind, die an diesem Tag mit Prisca, ebenfalls einem fremden Pferd, nur eine Scheibe verfehlte.

Die größte Überraschung war dann aber der punktgleiche Doppelsieg von beiden beim Wanderpokal „Piratencup“ mit kombiniertem Bogenschießen und Ringestechen auf einer Strecke von fast einem Kilometer. Nicht schlecht staunten sie über die gewonnen Preise. Unter anderem gab es „Fernreisen“ zum Eis essen, einzulösen in Kalifornien – einem Strandabschnitt der Ostsee. Traumhaftes Wetter, tolle Stimmung und eine wunderbare Atmosphäre unter den Teilnehmern machten das Wochenende zu einem Erlebnis, das die weite Reise mehr als wert war. Der Wanderpokal wird nächstes Jahr sicher verteidigt.

Nach einer 12-stündigen Nachtzugfahrt im sehr kalten Liegewagen der Deutschen Bahn über München, Hamburg und Lübeck kamen Steppenwind und Djingis in Malente an, wo sie von Norbert und seiner Frau Heike am Bahnhof abgeholt wurden. Das Rundumsorglosbetreuungsprogramm begann sofort mit der Fahrt zum höchsten Punkt Schleswig-Holsteins mit einem Aussichtsturm. Die Landschaft dort ist absolut überwältigend. Das hügelige Land wird durchsetzt mit vielen Seen. Anstatt der Alpen "begrenzt" die Ostsee den Blick. 

Am Nachmittag begannen die ersten Turniervorbereitungen mit Zeltaufbau an der Turmhügelburg Lütjenburg, Pferde abholen und Speisen- und Getränkeeinkauf. Dabei lernten sie die Leute vom Reit- und Pensionsstall Dohrmann kennen - echte nordische, humorvolle Originale; Dieter, Marion und ihre Tochter Anna-Lena sowie das Unikum Merrit (die mit der flüssigen schwarzen Sau ...... Anisbonbons mit Ouzo und so manchen anderen geheimen Zutaten). Einen Wegweiser zu ihrem Hof braucht man nicht. Die grobe Richtungsangabe reicht, anschließend nur nach dem größten Misthaufen in SW-H Ausschau halten. Von dort stammte der F-16-Haflinger Dito, der aber gar nicht so schnell war, wenn man es nicht wollte (so wie Nando früher!). Dies wurde noch am Freitag Abend getestet, bei lauem Lüftchen auf der wunderbaren Bahn unterhalb der "Burg". Steppenwind konnte sich noch nicht entscheiden zwischen Norberts Pferden, dem sehr schnellen "Pinto"-Pony Strolchi oder der Stute Prisca. Im Laufe des Abends kam dann noch ein Bekannter von Mütze und löste seine Wette ein, die aus sechs! Kartons sehr guten Negerküssen bestand. Sie waren bis Sonntag Abend aber nicht zu schaffen.

Am Samstag ging es am späten Vormittag los mit den Läufen des koreanischen Wettkampfes. Alle hatten etwas mit dem für den Norden typischen kräftigen Windböen zu kämpfen. Das soll aber keine Entschuldigung für die insgesamt nicht überragende Leistung von Djingis und Steppenwind bei dieser Disziplin sein. Wer einen Nuller auf dem Konto hat, kann halt nicht gewinnen. Trotzdem reichte es noch für einen dritten und einen achten Platz. Es waren auch einige AnfängerInnen am Start, denen anzusehen war, wie viel Spass es ihnen machte und dass dies nicht der letzte Wettkampf für sie war.

Nach dem Abendessen vom Grill mit mehreren g´schmackigen Salaten begaben sich alle auf die Turmhügelburg und versuchten mehr oder weniger erfolgreich, die beiden von Norbert als "Feind"  im Flachen aufgestellten Scheiben zu treffen. Djingis gelang dies bei beiden in unterschiedlicher Entfernung platzierten "Feinden" als Erstem. Jubel! Das war Alles in Allem ein würdiger Abschluss des ersten Veranstaltungstages, der bei einigen Flensburger Flaschbieren gemütlich ausklang.

Am Sonntag mussten zunächst die Pferde auf den Hof der Dohrmanns gebracht werden, weil dort auf einem Feld genügend Platz für den koreanischen "Multiple" und den Piratencup war. Alle packten mit an und bestückten den Parcours mit den Zielscheiben und der Zeitmessanlage.

Black Crow, Djingis, Steppenwind und auch Snake Jo schenkten sich nix und machten die ersten Platzierungen bei der Gesamtwertung des koreanischen Wettkampfes unter sich aus. Auch die Nächstplacierten hatten nur unbedeutend weniger Punkte. Die Wiese war ein wunderbares Geläuf für die Pferde, von denen die meisten es sichtlich genossen, in angemessenem Galopp die rd. 150 Meter zu durchlaufen.

Dem Veranstalter gelang dann mit dem Piratencup ein wirklicher Coup. 12 koreanische Zielscheiben galt es auf der fast Kilometer langen Strecke zu treffen. Da hieß es, die Bewaffnung schon vor dem Start gut zu verteilen. Die einzelnen Schützen hatten die Pfeile im Gürtel, im Köcher und in der Hand. Zudem mußte mit dem Pfeil eine ToPa-Rolle getjostet werden (gar nicht so leicht, wie gedacht). Die Schiedsrichter und Punktewerter hatten anschließend die vielen Pfeile den einzelnen Schützen zuzuordnen und auszuzählen. Die Überraschung war bei der großen Anzahl der Ziele um so größer, als zwei Teilnehmer mit gleicher Punktzahl auf den ersten Plätzen und zwei weitere auf den folgenden Plätzen lagen.

Nach dem Abendessen und der Siegerehrung ging es dann doch noch an die Ostsee, wo zwei Bayern und ein Sachse ihre Ostseetaufe in Kleidung erhielten. 

Das Turnier war wie in den Anfangstagen der Steppenreiter, wo sich ohne großen Leistungsdruck nette Leute zusammenfanden, um ihren besonderen Sport auszuüben, gemütlich fachzusimpeln und sich gegenseitig zu unterstützen.

Es war einfach nur schön.

Vielen Dank noch mal für diese Tage und das Erlebnis an Norbert, Heike, die Dohrmanns und Merrit.

Den Rest der Negerküsse übernahm übrigens Marion Dohrmann für den Kinderreittag am Montag :-).

 Djingis (ohne Khan)


erstes offenes Turnier der Kassai-Schule Deutschland am 22. Mai 2010 

Am 22. Mai 2010 starteten Steppenwind und Djingis in Brombach auf dem Schierlhof beim ersten offenen Turnier der Kassai-Schule von Pettra Engeländer. Die Ausschreibung für dieses Turnier nach den neuen Kassai-Bestimmungen mit 99-Meter-Bahn, Drehscheibe und 20 Sekunden-Regel war Anfang des Jahres ausgeschrieben worden und die beiden gaben die ersten Nennungen dazu ab.

Schon ab Donnerstag bauten Wikinger und andere archaische Gruppen ihre Lager als Begleitprogramm auf. Das ganze Tal war voller Pferde. Pettra allein hatte schon 3 Huzulen und 2 andere Pferde dabei. 

Leider regnete es immer wieder, so dass die Trainingseinheiten vom Boden und zu Pferd auch am Freitag recht nass abliefen und die Pfeileholer mit dicken Klumpen an den Füßen so ihre Probleme hatten.

Viele helfende Hände bereiteten die Veranstaltung tagelang vor. Leider konnte die endgültige Startliste erst am Samstag Morgen kurz vor Veranstaltungsbeginn komplettiert werden, da einige Teilnehmer aus der nähren Umgebung sich nicht eher eingefunden oder über ihre Teilnahme Bescheid gesagt hatten. Aber Dank der Ruhe von Betty, Pettra und Joachim konnte auch das noch auf die Reihe gebracht werden und der Wettkampf begann mit nur einer Stunde Verspätung (was bei den Steppenreitern ja auch noch als pünktlich gilt :-)...). Von den verbliebenen 18 Aktiven hatten einige Ungarn der "Kassai-Schule" und der "Hunnen" den weiten Weg auf sich genommen und aus dem Allgäu reiste am Morgen noch nach 3-stündiger Fahrt Benny Diepolder vom Rat der Steppenreiter e.V. an.  

Das Feld startetet in fünf Gruppen jeweils im Stundentakt, so dass Steppenwind und Djingis sowie Benny und Peter um 15.30 Uhr antreten hätten sollen. Doch mit zwei Regengöttern im Gruppengepäck (auch Peter Schmidt gilt neben Djingis als Garant für Niederschlag) prasselte genau dann ein 10-minütiger Platzregen hernieder, der alle Planung über den Haufen warf. Die Leute verkrochen sich unter Zeltbahnen und in den Offenställen; die Reiter suchten Schutz unter Bäumen.

Die Stimmung von Djingis war vorübergehend fast auf dem Nullpunkt und kurz vor dem Absatteln.

Nach dem Regen sollte es dann nach einer halbstündigen Pause weitergehen, was Peter veranlasste, sich mit einem Bier die Zeit zu vertreiben. Joachim wollte jedoch schon eher die Bahn testen und Djingis machte den ersten Testgalopp. Das Geläuf rechtfertigte den Drainageaufwand, den die Hofleute betrieben hatten und war tauglich für die restlichen 8 Teilnehmer.

Frei nach dem Motto "das Gute vom Schlechten" lief Gitana auf etwas rutschigem Boden langsamer als gewöhnlich und ermöglichte Djingis fast in jedem Durchgang mehrere Scheibentreffer. Auch Steppenwind war mit ihrem Fino zufrieden und brachte sichere Schüsse ins Ziel. 

Zwei Ungarn zeigten in der zweiten und der letzten Gruppe, woher dieser Sport kommt und sorgten mit über 170 Punkten für einen gewaltigen Schlussakkord.

Auch an diesem Tag konnte eindeutig beobachtet werden, dass es Punktegrenzen für Ross- und Reiterpaare gibt, die in schnellem Thempo über die Bahn gehen und sich überwiegend auf die Punkteausbeute der Pferdegeschwindigkeit verlassen. Da schmerzen auch 18 Punkte Unterschied zum 5. Platz nicht, wenn sie hauptsächlich das Pferd erlaufen hat.

Letztlich ist es auch das Ziel der Kassai-Schule, ein möglichst ausgewogenes Verhältnis von Pfeilpunkten zu Pferdepunkten zu schaffen und so in den Bereich von 200 Punkte aufzusteigen.

Erfreulicher Weise verlief die Veranstaltung unfallfrei und endete für Steppenwind mit einem 11. (63 Punkte) und für Djingis mit einem 6. Platz (114 Punkte). Der Versuch einer Umrechnung auf das derzeitige Steppenreiterregularium bleibt zumindest hier aussen vor. 

Ganz wichtig und mit ein Beitrag zum Erfolg des Mongolensturmes war die Anwesenheit des Fan-Clubs mit Chris, Lefti, Robert und Linda, die sie moralisch und mit allerlei aktiver Hilfestellung unterstützten. Mal sehen, wo in der Kassai-Weltrangliste die "Mongolen" auftauchen. Hunor und Steppenwind präsentierten erstmals den neuen Vereinskaftan in der Öffentlichkeit. So was gibt´s halt nicht von der Stange.

Es war noch ein recht lustiger Abend mit Gauklern, Musik und Feuer, dessen Feiern bis weit in die Morgenstunden reichten.

Vielen Dank noch mal an die Veranstalter Betty und Mani Schierl mit ihren fleißigen HelferInnen sowie Pettra und Joachim von der Kassai-Schule Deutschland.

Die Drehscheibe hat was....... 

Hunor, Djingis und Steppenwind nach einem erfolgreichen Tag in Brombach

Djingis (ohne Khan) 


Besuch von Andre im April 2010

Im April 2010 besuchte uns nach längerer Zeit aus China unser Andre. Es trafen sich mit ihm im Chablis in Waldkraiburg Robert, Linda, Beate, Chris, Manu und Rainer. Es war ein langer Abend und Andre hatte vor, am nächsten Tag über Amsterdam wieder nach Tschang Tschung (oder so ähnlich) zu fliegen. Aber.... da kam ihm ein kleiner Vulkan auf Island dazwischen und er trat von Amsterdam, ohne Koffer, eine abwechslungsreiche Rückreise nach Kraiburg an (Eisenbahn, Taxi, Mietwagen), so dass er am darauf folgenden Donnerstag sogar am Training teilnehmen konnte. Freitags trafen sich Beate, Rainer und Andre am Nachmittag noch mal im Biergarten in Küham, bevor Andre sich dann endgültig Richtung China verabschiedete. Inzwischen ist er ja in Chinesia angekommen und hat auch seinen Koffer wieder erhalten. Leider waren die Weißwürste, die er da drin mitgenommen hatte nicht mehr genießbar.

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Faschingsschießen Mongolensturm Bayern am 06. Februar 2010 

Nach längerer, auch abwesenheitsbedingter Terminsuche, trafen sich 15 TeilnehmerInnen am Samstag, den 06. Februar 2010, in der Turnhalle der Grundschule an der Beethovenstraße in Waldkraiburg.

Die Gäste kamen aus Kraiburg, St. Wolfgang, Isen, Landshut und sogar Pfarrkirchen.  

Bis alle so gegen 14.00 Uhr eintrafen, gab es schon mal Krapfen, Quarkkugeln und Getränke zur Einstimmung.

Nach einer kurzen Begrüßung und einem eindringlichen Hinweis auf die Einhaltung größtmöglichen Sicherheitsverhaltens ging´s dann auch schon los. 

An Disziplinen waren zu bewältigen:

jeweils drei Pfeile schießen

- auf einem Bein; das stellte so manche/n schon vor ein Balanceproblem, da nicht nur beim Schießen, sondern auch beim nachladen „Rumpelstilzchen“ angesagt war

- „Links“; hatten einige vorher noch gar nicht versucht

-  im Knien; war jetzt nicht das große Thema

- beim Pfeil-Staffellauf (die Pfeile musste erst an der Zielscheibe aufgenommen werden, dann zurücklaufen, schießen, nächsten Pfeil holen usw.) – da kam mancher ins schnaufen und die Konzentration ließ nach und Pfeile lagen plötzlich auf der verkehrten Seite des Bogens!

- mit Würfeln für maximale Punkte; das wusste nur noch keine/r

- mit Würfeln für minimale Punkte; das ebenfalls nicht

- so wenig wie möglich Punkte, da diese vom Punktekonto abgezogen wurden; bei einem „Nuller“ gab´s 10 Punkte Abzug!

- vorwärts, seitwärts und rückwärts von verschiedenen Pferden (Turnböcke) auf Zeit; die Zeit war reichlich – keine/r hat sie überschritten

- auf dem Rücken liegend; wie immer mit überraschenden Ergebnissen

- aus der Deckung auf einen Pendelsack auf Zeit; recht lustig, da das Nachladen hinter der Deckung erfolgte und niemand wusste, wie der Sack sich inzwischen bewegte

- auf Luftballons (3 Ballons je Scheibe mit verschiedenem Punktewert – der aber unbekannt war); die Trefferquote insgesamt war nicht so hoch, wie „befürchtet“, so dass noch viele der 45 Ballons zum Spaß abgeschossen werden konnten

- nur mal so für viele Punkte

- fliegende Scheiben; für manche auch Neuland 

Vorgesehen waren noch Schnellschussdisziplinen, die aber angesichts der fortgeschrittenen Zeit dann auf ein ander Mal verschoben wurden. 

Besonders hervorzuheben waren Veronika Schierl, die mit ihren acht Jahren gute Treffer landete und Sophie Fitz, die in gewohnter Manier manchen Erwachsenen übertraf.

Lois der Wikinger trat mit einem Langbogen an und schlug sich sehr beachtlich. Für staunende Augen sorgte Peter, der das erste Mal auf fliegende Scheiben schoss und alle drei vom Turnhallenhimmel holte, was außer ihm niemandem mehr gelang. Beate hatte „nur“ zwei Scheiben und eine Berührung (was aber trotzdem gewertet wurde). 

Da alle anschließend mit anpackten und beim Aufräumen fleißig mithalfen, war die Turnhalle in einer Viertelstunde sauber und aufgeräumt. Vielen Dank dafür. 

:-) Und dann war da noch was mit dem Sicherheitsausgang und der Einbruchsicherung und viel Sirene…….aber das ist schon wieder eine andere Geschichte :-) 

Die Siegerehrung fand in der Keglergaststätte Zappe statt, da der sonstige Mongolensturmtreff, das Gasthaus „Kopernikus“, leider voll belegt war. 

Zur großen Überraschung gewann nicht der/die SchützIn mit den meisten Punkten sondern der/die am nächsten am Punktedurchschnitt – 188 - lag. 

Pokale erhielten:

Veronika Schierl - Siegerin Kinderklasse

Sophie Fitz – Siegerin Jugendklasse 

Linda Heilmann – Siegerin Erwachsene

Miki Kovacs - zweiter Sieger Erwachsene

Walter Hartlmeier – dritter Sieger Erwachsene  

Medaillen gab es noch für den vierten (Lois Hoheneder) und fünften Platz (Pia Scholz) sowie für die höchste Punktzahl (Beate Hohenadler). 

Der Trostpreis (1 Paar Wiener) ging an Betty Schierl, die gehandicapt (Armbeschwerden) tapfer mit geschossen hat. 

Ansonsten lagen auf einem großen Tisch viele Preise (Metaxa, Regenschirm, Ledergeldbeutel, LED-Taschenlampe und Kleinpreise), die nach Platzierung ausgesucht werden konnten. 

Erst gegen 21.00 Uhr machten sich die BogensportlerInnen nach viel Turnierresümee und Fachsimpeln auf den Heimweg.  

Pfeil- und Bogenbruch mit Sehnenriss für das nächste Turnier. 

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Ein sehr schönes Wochende mit anderen Interessierten in Niederbayern

03.10 - 04.10.2009

Nach Vermittlung durch den "EX-Mongolenstürmer" Sepp durften Steppenwind und Djingis am Wochenende vom 03.10 - 04.10.2009 an einem Training in Niederbayern teilnehmen. Schon gleich mal vorne weg: Es war ein Riesenspass mit lauter netten Leuten in äußerst angenehmer Atmosphäre - nach Kassai.

Die Anreise am Samstag war problemlos, so dass die Pferde gegen 10.00 Uhr ausgeladen werden konnten. Sie kamen auf eine große Koppel und waren rundum zufrieden.

Anschließend gab es zum Aufwärmen Trockentraining ohne Pfeil und Bogen aus der Bewegung - nach Kassai. Dann begaben sich alle zur Bahnanlage. Erstmals konnten die Bayernmongolen die neuen Regeln der Ungarischen Variante bestaunen. Eine 99 Meter lange Bahn mit einer "Drehscheibe" in der Mitte. Sie wird über Seilzüge von einem Helfer bedient und ständig auf den berittenen Bogenschützen ausgerichtet, der somit nicht mehr abschnittsweise schießen muss. Er kann sich ganz auf die stets zugewandte Scheibe konzentrieren. Auch Pfeilschrott wird dadurch auf ein Minimum reduziert, weil der Einschusswinkel ziemlich gleich bleibt. Auf Nachfrage gab Djingis seine Kenntnisse in der Anwendung der Daumentechnik weiter, die für die Kassai-Schüler fremd und neu war.

Nach einem guten niederbayerischen Mittagessen ging es mit den Pferden auf die Bahn. Vom Sicherheitsaspekt her ist die absolut toll, da die Pferde in einer Art Sandgraben laufen. Im Falle eines Falles fällt der Reiter auf die Naturwälle am Rand, was die Verletzungsgefahr stark reduziert. So verging der Nachmittag viel zu schnell und die Pferde wurden noch mit einem Geländeritt in traumhafter Landschaft belohnt. Der Sonntag verlief ähnlich, jedoch ohne Mittagessen, dafür abends mit Grillfleisch und Bratwürstl vom Schwenkgrill sowie Salat und Kartoffelkas.

Leider war das Wochenende viel zu kurz, um noch weitere Erfahrungen und Gedanken auszutauschen. Eines wurde aber klar: Die Konkurrenz der Steppi´s schläft nicht und ist dank guter Ausbildung durch Pettra Engeländer schon recht bemerkenswert unterwegs. Dazu trägt neben der versierten Schießtechnik sicher auch bei, dass Kassai zunächst das Reiten ohne Sattel fordert. Wenn das nicht läuft, geht´s auch nicht aufwärts in der Hirarchie.

Beim Abschied wurde ein erneutes Treffen vereinbart, so dass Steppenwind und Djingis mit großem Dank an die Veranstalter schon jetzt mit Freude an das nächste Training in Niederbayern denken. Wie gesagt, lauter nette Leute - da trifft man sich gerne wieder. Zumal hier eindeutig zu erkennen war, dass der Spass und die Freude am berittenen Bogenschießen im Vordergrund stehen - und nicht die Kohle und persönliche Profilsucht! (wie andernorts)

Vielen Dank an alle, die dieses Wochenende ermöglicht haben.

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Trainingslager in Ungarn 2009

Auch 2009 waren wieder ein paar unerschütterliche in Ungarn bei Agoston zum Training.

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Nomadentreffen in Neuzelle – Bomsdorf (Brandenburg)

07.08. – 09.08.2009 

Nachdem die Problematik „Leihpferde“ für das DM-Qualifikationsturnier geklärt war, fuhren Steppenwind und Djingis mit Passagier Angela (die von Bozen gekommen war) am Freitag um 5.00 Uhr morgens los und bewältigten die fast 700 km bis 13.30 Uhr (mehrere „technische“ Halts, McDonalds-Besuch und ein „kleiner“ Umweg incl.).

Der Veranstaltungsort liegt nahe der polnischen Grenze ca. 130 km südlich von Berlin und ist insgesamt landschaftlich recht reizvoll. Leider stören den weiten Blick sehr viele Windkrafträder, ein Atomkraftwerk und kilometerlange Abraumhalden des Braunkohletagebaus. Die Gegend zählt noch zur Märkischen Schweiz mit ihren vielen Seen und dem typischen Sandboden.

Das Turniergelände war leicht zu finden und nach Snake-Joe bauten die drei als Erste ihre Zelte auf. Angela´s Behausung verleitete Djingis zu der Frage, ob es sich dabei evtl. um das Dusch- und Toilettenzelt handelt und brachte ihm eine energische Missfallensäußerung ein.

Nach und nach fanden sich auch die anderen TeilnehmerInnen ein; nur nach Cathleen aus Freiberg wurde gefahndet. Bedingt durch das Funkloch am Turniergelände ging sie mangels Kontakt auf der Fahrt verloren und kam erst bei Dunkelheit recht genervt und geschafft an.

Bei der Turnierbesprechung stellte sich heraus, dass Veranstalter Zsolt die einzelnen Wettkämpfe allesamt am Samstag abhalten wollte. Angesichts der 16 StarterInnen war das eine gute Perspektive für eine geruhsame Heimreise am Sonntag.

Am Samstag Morgen wurden dann die Pferde gesattelt und ausprobiert. Der 4 ½  Jahre alte Schwarzwälder „Pepito“, der Djingis und Steppenwind zugedacht war, machte seine Sache erst mal recht gut und ging in Zeiten um 11 Sekunden durch die Bahn.

Angela und Rolf (aus Pforzheim) sollten Polopferde reiten. Die erwiesen sich als Bogenreitpferde jedoch leider absolut untauglich, so dass zumindest für Rolf kein Pferd übrig war. Das war nach der weiten Anreise und dem Pferdetransport aus der Umgebung zum Wettkampf natürlich doppelt traurig für ihn.

Um 11.00 Uhr startete dann bei strahlendem Sonnenschein und leichtem (frischem) Wind der Ungarische Wettkampf.

Djingis in der dritten Gruppe begann mit einem wunderbaren Probegalopp und drei Treffern bei guter Zeit. Leider kam bereits im ersten Wertungslauf wieder die verdammte Nervosität durch und er beendete seine neun Galopps mit drei Nullrunden. Erfreulicher Weise gelangen die letzten drei Durchgänge, so dass es alles in allem mit einem sechsten Platz, aber grade mal knapp 50 Punkten ein noch akzeptables Ergebnis einbrachte.

Steppenwind war zwei Gruppen später dran und Pepito anscheinend schon etwas unwillig. Dank ihres geringen Gewichtes lief er aber dann sogar einmal in 7,8 Sekunden über die Bahn. Leider kamen die Schüsse oft nur knapp neben die Ringe auf die Scheiben, so dass für sie in der Gesamtabrechnung ein neunter Platz heraussprang. Einen Volltreffer auf die hintere Scheibe unter großem Jubel des Publikums nahm sie gar nicht wahr, da Pepito stets rund 100 Meter Auslauf in flottem Tempo auch ausnutzte. Er musste stets mit Krafteinsatz zum Richtungswechsel „gebeten“ werden.  

Nach dem Kinderwettkampf ging es dann zum Distanzschießen auf einen lebensgroßen Styropor-Ritter vom Boden aus. Dabei wurde die Entfernung jeweils um 5 bzw. 10 Meter erhöht, sofern mindestens einer der drei Versuche der SchützInnen einen Treffer zeigte. Horst und Rolf duellierten sich schließlich allein auf immerhin 60 Metern und Rolf ging als Sieger aus dem Wettbewerb hervor.

Die Preise für dieses Schießen wurden von den TeilnehmerInnen vorher auf auf eine Decke gelegt, so dass für alle eine Erinnerung an diesen Turnierteil vorhanden war. 

Anschließend ging es auf Büffeljagd. Dabei waren innerhalb einer Zeitvorgabe auf einem „Rundkurs“ so viele Büffel (Strohballen mit Zeilscheiben) wie möglich zu erlegen. Den Wettbewerb gewann Horst. Leider war Pepito auf Grund seines Ausbildungsstandes hierfür nicht geeignet und die Mongolenstürmer zum Zusehen und Anfeuern verdammt.

Der Abend klang dann bei kühlen Getränken am Verpflegungswagen und später vor den Zelten aus. Alle waren sich einig, einen wunderbaren Turniertag mit einer guten Organisation (vielen Dank an Zsolt und sein stets freundliches Team) und einem ausgesprochen netten Teilnehmerkreis ohne Neid und abfällige Bemerkungen erlebt zu haben.

Einfach so, wie in guten alten Zeiten (und die sind noch gar nicht so lange her), wo sich die Bogenreiterfamilie zum gemeinsamen Erleben einer tollen Sportart getroffen hat und der Leistungsgedanke noch zweitrangig war.

Um mit Angela´s Worten zu sprechen: Da wusste man wieder, warum so verrückt sein, an einem Wochenende 1.400 km fahren, um auf fremden Pferden in einem fernen Land 9 Mal eine Galoppbahn runter fegen und dabei Pfeile schießen.

Und so konnte am Sonntag Vormittag, fast gut ausgeruht, die Heimreise angetreten werden. Natürlich musste noch ein kleiner Abstecher nach Polen zum Tanken und Minishoppen erfolgen. Nach ruhiger Fahrt und zweier Staus erreichten die Drei am frühen Abend Waldkraiburg; Angela hängte noch mal 5 Stunden Fahrt nach Frankfurt dran um rechtzeitig ihre Laborversuche am kommenden Montag starten zu können.

Die genauen Ergebnisse können auf der Homepage der Steppenreiter nachgelesen werden.


Mongolensturm beim Reiterfest auf dem Emmihof - St. Wolfgang 

 am 11. und 12. Juli 2009 

Der Mongolensturm trat erstmals mit einem kleinen Showprogramm über das Bodentraining des Berittenen Bogenschießens sowie einer Demonstration im Stockkampf und einer Poi-Jonglage auf.

Am Samstag trafen sich Robert K. (Hunor) und Linda (Emese), Chris (Wilde Feder), Manu (Die ein Sofa reitet) und Beate (Steppenwind) um 9.00 Uhr in der Trainingshalle, um noch einmal das Programm zu üben. Djingis lag seit Donnerstag flach, so dass eine neue Aufteilung der Gruppe notwendig war.

Anschließend fuhren sie nach St. Wolfgang zum Emmihof, wo ein zweitägiges Dressur- und Springturnier stattfand.

In der Mittagspause sollte dann die Vorführung erfolgen. Diese verzögerte sich schon mal um fast eine Stunde. Nachdem die Turnierteilnehmer gleich nach ihren Prüfungen die Pferde verluden und kein weiterer Hinweis auf die Pausenveranstaltung erfolgt war, kamen leider am Samstag nur wenige Zuschauer.

Doch die Mongolen vom Törzs Bajor ließen sich davon nicht stören und zeigten nach dem Trommeltakt von Manu Schüsse aus der Schrittfolge nach vorne, seitwärts und rückwärts. Danach kam die Spezialität: Schuss im Knien, Rolle vorwärts, Schuss im Stehen, Rolle vorwärts, Schuss im Knien.

Auch beim anschließenden Schnellschießen in Serie und als Salve ging kein Schuss daneben. Als Abschluss des Schießens demonstrierte die Gruppe noch den Schuss aus der fast liegenden Position - bei dem es primär auf die sichere Haltetechnik des Pfeil im Hinblick auf den schnellen Galopp vom Pferd aus ankommt.

Steppenwolf und Emese zeigten dann noch ihr Können mit den Poi´s, wobei sie Hunor mit seiner Stockjonglage unterstützte.

Am Sonntag konnte auch Djingis wieder mit auf dem Rasen stehen und übernahm als Erstes die Moderation. Es fanden sich diesmal zahlreiche Zuschauer ein, die wiederum eine attraktive Demonstration des Bodentrainings sahen, bei dem auch Robert H. (Ögedei) mitmachte.

Dann der Stockkampf - wenn der letzte Pfeil verschossen und der letzte Bogen gebrochen ist..... Hunor und Djingis schenkten sich danach beim realistischen Kampf mit dem Langstock und den Kurzstöcken nichts. Beide gingen "zu Boden" griffen erneut an und beendeten die Darbietung mit einem gerechten "Unentschieden". 

Das Ende der Show gehörte wiederum den Poispielerinnen und Robert mit dem "Feuerstock".

Der Applaus ist das Brot des Künstlers - und er kam.

Trotzdem - erst eine gute Brotzeit im Zelt beendete dann den Auftritt des Mongolensturms. Ein Video über die beiden Tage könnt ihr hier sehen Show auf dem Emmihof.  


Berittenes Bogenschießen in Grünberg (Thg.)

am 27. und 28. Juni 2009

Die Einladung von Horst Bachmann, dem amtierenden Deutschen Meister 2008, nach Grünberg in Thüringen verhieß Spannung, da neben dem Ausscheidungslauf zur Detuschen Meisterschaft auch ein völlig neuer Wettkampf angesagt war. Im Vorfeld allerdings verhieß der Wettergott nichts Gutes. Trotzdem machte sich Djingis schon am Montag auf, um mit dem eigenen Pferd möglichst jeden Tag vor dem Wettkampf auf der Bahn trainieren zu können. Nach sechs Stunden Fahrt kamen den beiden bei Horst in Grünberg an. Leider regnete es von Dienstag bis Donnerstag jeden Tag so stark, dass die Bahn nicht abtrocknen konnte. Also blieb nichts anderes übrig, als so gut wie möglich vom Boden aus zu schießen.

Endlich, am Freitag, konnte auch die Bahn genutzt werden. Inzwischen waren auch Hunor und Emese angekommen. 

Den Wettkampf am Samstag konnten 8 Gruppen im Trockenen überstehen. Hunor schoss stark und kam in sechs Galopps auf 36 Punkte (Durchschnitt 6 Punkte).

Die letzte Gruppe mit Djingis, Horst und Andrea Seidel musste sich jedoch im Regen messen. Bei Djingis steckte noch der Überraschungsstopp aus Pforzheim im Hirn und die übliche Nervosität schaffte den Rest. So blieb es wiederum bei zu vielen Nullrunden und es standen nach 9 Galopps lediglich 43 Punkte (Durchschnitt 4,8 Punkte) zu Buche. Die persönliche Enttäuschung war riesengroß.

Für Sonntag hatte sich Horst ja einen neuen und sehr attraktiven Wettkampf ausgedacht. Es waren sechs Pfeile auf sechs Ziele zu setzen. Der erste Schuss ging nach vorne auf die reguläre Zielscheibe. Anschließend galt es, sofort nach rückwärts auf eine niedrige Scheibe zu schießen, die knapp hinter dem Start stand. Das nächste Ziel war eine rotierende 50-cm-Scheibe vor dem Zielturm in der Bahnmitte. Danach wollte ein schwarzer Panther (nicht) getroffen werden. Anfangs des letzten Drittels lag eine Scheibe direkt neben der Bahn am Boden und der letzte Schuss sollte die reguläre Rückwärsscheibe treffen. Bei drei Wertungsläufen konnten somit maximal 18 Punkte erreicht werden. Es machte allen einen Riesenspass, ob jetzt mit vielen Treffern oder wenigen. Diese Wettkampfart könnte sich gern etablieren.

Der sonnige Sonntag endete nach einer gut fünfstündigen Heimfahrt wieder mal mit Pferd ausladen im Regen.


Da Quing Gou - Reisebericht von André und Melanie über die Innere Mongolei 

01. - 03. Mai 2009 

Wie auch in Deutschland, wird in China am Tag der Arbeit nicht gearbeitet. Anlässlich des verlängerten Wochenendes machten wir uns auf zu einem Ausflug in die Autonome Region Innere Mongolei. 

Wir folgten damit der Empfehlung unseres Fahrers, schöne Landschaft, eine Schlucht, Reiten, und waren auch nicht weiter informiert oder vorbereitet. Die Bildersuche im Internet war für uns viel versprechend genug. 

Die Fahrt (ca. 5 Stunden) verlief ohne große Überraschungen, riesige Ackerflächen, tiefe Schlaglöcher, unübersichtliche Stellen, die aber keinen Grund zum Bremsen darstellen. Etwas überrascht waren wir, nur ca.

1 Stunde vor Changchun schon richtige kleine Sanddünen am Rand der Ackerflächen zu sehen. Die Regierung ließ bereits Bäume pflanzen, um der zunehmenden Verwüstung entgegen zu wirken. 

Angekommen in Da Qing Gou, war als erstes Eintrittsgeld zu entrichten.

Uns war bei der "gründlichen" Vorbereitung entgangen, dass es sich um eine Art Park handelt. 

Im Park besichtigten wir als erstes die Schlucht, oder eher ein Tal.

Heißt, wir standen am Aussichtspunkt und schauten runter. André und ich liefen auch mal kurz die Treppen runter ins Tal, aber da gab es nur ein paar geschlossene Souvenirgeschäfte. Wenigstens der Weg vom Parkplatz zum Aussichtspunkt war gesäumt von kleinen Läden, die allerlei buntes, blinkendes, glitzerndes und piependes lautstark anpriesen. 

Es gibt auch ein Waldstück mit befestigten Wegen zum Spazieren gehen.

Unterwegs waren dann ein paar beschriftete Bäume und mal ein Stein oder eine Wurzel, die wohl wie ein Tiger oder sonstwas aussehen sollten.

Für mich ist das der Inbegriff des chinesischen Tourismus: Natur fein dosiert, ein Hauch lokaler Kultur, wie sie sich ein Outsider vorstellt, Souvenirs und natürlich ausreichend zu Essen. Für uns Deutsche seltsam, für das Zielpublikum toller Urlaub.

Die Spezialität in dem Park ist das Reiten. Außer uns waren dort noch zwei Reisebusse voller Chinesen, die elegant mit Sonnenbrille, Handtasche und Pumps das Abenteuer zu Pferde suchten.

Wir stellten fest, dass die Reitweise der Mongolen mit unserer wenig gemein hat. Man reitet dort mit sehr kurzen Steigbügeln, will man Trab oder Galopp reiten, stellt sich der Reiter in die Steigbügel. Dass wir damit nichts anfangen konnten und bevorzugten, gleich ohne Steigbügel zu reiten, stieß dort nicht nur auf Unverständnis, wir wurden auch vehement darauf hingewiesen, dass ohne Steigbügel zu reiten viel zu unsicher sei.

Da die Steigbügel weiter vorne sind als bei unseren Sätteln, konnte man sie auch nicht einfach länger schnallen, man würde bei jedem Schritt mit dem Vorderbein des Pferdes zusammenstoßen. Trotz aller Warnungen haben wir, bis auf wenige schlechte Nachahmungsversuche der lokalen Reitweise, den Reiterkollegen dort beweisen können, dass Galopp auch ohne Steigbügel funktioniert, haben damit aber große Verwunderung der Erben Dschingis Khans auf uns gezogen. 

Was die Pferde angeht, waren sowohl gut erhaltene, als auch Tiere in völlig unakzeptablem Zustand anzutreffen. Von einer Verhaltensstörung muss man bei den meisten ausgehen. 

Die Sättel setzen ähnlich einem Brillengestell an vier Stellen auf dem Pferderücken auf und sind durch einige Decken gepolstert. Zum Sitzen in Ordnung, aber mit dem Pferd möchte ich nicht tauschen. 

Den Kern des Parkgeländes bildet ein kleiner Ort, oder besser eine Aneinanderreihung von Restaurants und Souvenirgeschäften, wo wir zwecks *Essen* und Souvenirkauf einen erheblichen Teil unserer Zeit verbrachten. 

Als Getränk zum Essen gab es die lokale Spezialität: Milchschnaps.

Endlich konnte André mal mit dem Fahrer einen trinken. Zwar mussten wir zum Hotel mit dem Auto zurück, aber in Da Qing Gou gibt es keine Polizeikontrollen! Na dann.....

Für die Rückfahrt nach Changchun blieb der Fahrer nüchtern, auch wenn man davon fast nichts gemerkt hat.

Fazit:

*  wir mussten drei Mal am Tag essen, ich habe an einem Wochenende drei Kilo zugelegt, aber der Fahrer und seine Frau finden, ich esse zu wenig

*  der Fahrer hat als Souvenir und/oder Geschenke sechs Kartons Schnaps à sechs Flaschen gekauft. Zusätzlich zu dem, was er vor Ort verzehrt hat, versteht sich.

*  der Fahrer hat Ponyreiten ausprobiert, danach tat ihm der Hintern weh

*  außerhalb der Stadtgrenzen fährt er wie eine gesengte Sau, Gott sei Dank leben wir noch!


Saisonauftakt 2009 in Pforzheim

am 18.05. in Bauschlott bei Rolf Kretschmann

Es war ein gelungener Saisonauftakt der berittenen VfL-Bogenschützen in Pforzheim:

Einen dritten Platz im Koreanischen Wettkampf (Single Shot), einen vierten Platz im Ungarischen Wettkampf durch Rainer Hohenadler und zwei weitere Plätze unter den ersten Acht (Beate Hohenadler und Robert Kovacs) erreichten die berittenen Bogenschützen des VfL "Mongolensturm" beim ersten Wettkampf 2009 des Verbandes "Die Steppenreiter e.V." am vergangenen Wochenende.

Zwei Wertungsläufe pro Saison sind Voraussetzung zur Teilnahme am Endlauf der Deutschen Meisterschaft, an dem die besten 25 berittenen Schützen sich dann messen und den Deutschen Meister küren.

Lange Überlegungen, ob, und wenn dann wann fielen kurzfristig zu Gunsten der Teilnahme an der ersten Veranstaltung im Jahr 2009 schon ab Freitag aus. Nach einer anstrengenden Anreise  mit den eigenen Pferden (starker Regen ab Stuttgart und Stau bis zur Ausfahrt Pforzheim) wurden schnell die Zelte aufgebaut, bevor es zum Abendessen in den Goldenen Ochsen ging. Dort war es angenehm warm und trocken. Auch das neue Nomadenzelt von Djingis hielt bei nächtlichem Regen dicht.

Am Samstag, nach einem sehr schönen Ausritt rund um Bauschlott, trainierten Hunor und Steppenwind auf der sehr guten und sicheren Wettkampfbahn von Rolf (es gibt auch andere Bahnen!) mit Pfeil und Bogen vom Boden und zu Pferd. Emese und Djingis kümmerten sich ab Mittag um die Vorbereitung des Abendessens (Zubereitungszeit 3 Stunden kochen), wobei Emese Kartoffeln,  Knoblauch und Ziebeln schälte, schnitt und Sonstiges für das original ungarische Gulasch vorbereitete; Djingis behielt das Ganze im Auge und gutes schwarzes Bier in der Hand. Als Hunor das Feuer angeworfen hatte duftete es sehr verlockend aus dem Kessel. Nach dem ausgezeichneten Abendessen begaben sich die Mongolen noch zum gemeinsamen spontanen Abendprogramm. Andi, ein Meister mit dem Feuerstock sowie Steppenwind und Emese (beide schon sehr fortgeschrittene Poi-Jongliererinnen) unterhielten die noch wenigen Wettkämpfer mit einer Feuershow. Es war wie früher, als die Steppenreiter noch eine kleine Familie waren.

Am Sonntag fanden dann bei herrlichem Wetter die einzelnen Ausscheidungen statt. Vom Einsteiger bis zum Top-Platzierten des letzten Jahres waren alle Leistungsklassen vertreten. Manche fegten im rasanten Galopp über den Windberghügel und schossen Pfeil auf Pfeil. Auch beim Mongolensturm ist deutlich erkennbar, dass sich die wöchentlichen Übungseinheiten und die Trainingslager in Ungarn ausgezahlt haben. Besonders der technisch anspruchsvolle Vorwärts- und der reiterliches Können und Mut erfordernde Rückwärtsschuss finden deshalb immer häufiger ihr Ziel. Sehr interessant ist die rasante Entwicklung der Technik des Pfeileziehens. Sogar aus dem Rückenköcher sind inzwischen sehr schnelle Ergebnisse des Nachladens möglich, was Volker Schimpf aus Württemberg auf seinem rasanten Sharif erstmals erfolgreich und eindrucksvoll demonstrierte. Seine Eigenkonstruktion des Rückenköchers funktioniert tadellos.

Dass dieser Sport zwar faszinierend, aber bei Weitem nicht ungefährlich ist, zeigte ein Sturz von Hunor aus vollem Galopp, der jedoch weitgehend glimpflich für Pferd und Reiter verlief. Gitana stoppte beim letzten Wertungslauf vor der Seitwärtsscheibe (aus fast unerklärliche Gründen) und der Reiter flog im hohen Bogen aus dem Sattel in den Sand. Nachdem Gitana das auch beim Gehorsamsgalopp von Djingis versuchte, war dessen Konzentration erst mal dahin. Das war wohl auch der Grund für drei Nulldurchgänge, als der Kopf mehr bei möglichen Reaktionen des Pferdes, als beim Bogenschießen war. Trotzdem gelangen mehrere Treffer aus Vorwärts- und Rückwärtsschüssen. Steppenwind war ebenfalls nicht recht zufrieden mit ihren Leistungen im ungarischen Wettkampf.

Hunor verzichtete verständlicher Weise auf den anschließenden koreanischen Wettkampf. Djingis gelang ein Tiger beim Single Shot, was noch für einen dritten Rang reichte. Bei den verbliebenen Mongolen liefen die anderen Disziplinen unter ferner liefen.

Durch technische Probleme mit der Zeitmessanlage verzögerte sich der Wettkampf weit in den Nachmittag hinein und endete mit der Siegerehrung um 18.00 Uhr. Schnell mussten noch die Pferde verladen sowie der Paddock abgebaut werden. Gegen 22.30 Uhr kam auch der VfL-Mongolensturm wieder gut am Stall an. 

Er scheint für die nächsten Turniere ganz gut gerüstet.

Das Wettkampfjahr ist noch jung und so geht es bereits am kommenden Wochenende weiter in Radebeul bei Dresden, wo der nächste Vorlauf zur DM im Rahmen der Karl-May-Festspiele stattfindet. ...hier gibt´s Bilder


Osterritt des RC Pegasus Engkofen

am 13.04.2009 mehr davon hier Reitclub Pegasus Engkofen


Frühjahrs-Gaudiwettkampf 2009 bei Avonaco in Müncheberg (Brandenburg) auf der Lean Bear Ranch

Vom 27.03. bis 29.03.2009 weilten ein paar verrückte bayerische Mongolen im Bundesland Brandenburg, um an einem Gaudiwettkampf und der Mitgliederversammlung der Steppenreiter teilzunehmen.

Nach 7 Stunden Fahrt (ohne Stau und Unfall) fanden sie in der Märkischen Heide nahe einem kleinen (ehemals Militär-) Flughafen das weitläufige Anwesen von Avonaco (Christian Prestin - Vizeeuropameister). In wildromantischer Landschaft wohnt er dort auf einem Familiensitz mit Indianerflair, Bogenbahn und weitläufigen Koppeln, von denen eine auch als Turnierplatz genutzt wird. Der Freitagabend verging mit Wiedersehensfreude, dem Austausch von Erinnerungen an die letzte Saison, Fachsimpeln und der Planung des anstehenden Wettkampfes.

Am Samstag bauten alle miteinander den Parcours auf, denn als Erstes sollte ein rennender Büffel geschossen werden. Dabei läuft eine ca. 1 qm große Scheibe (mit aufgemaltem Büffel) ein 60 Meter langes Stahlseil entlang. Die etwa 15 Teilnehmer starteten am spätem Vormittag unter den interessierten Augen vieler Besucher. Die Wettkämpfer mussten dem Starthelfer zurufen, wann er die Scheibe loslassen sollte. Das war Anfangs gar nicht so leicht, die Geschwindigkeit der Scheibe mit dem Lauftempo des Pferdes in Einklang bringen, um so, möglichst neben der Scheibe galoppierend, viele Pfeile auf die Scheibe und, noch besser, auf das 8 Meter entfernte Büffeltier zu setzen. Es machte allen höllisch Spass, den Probegalopp und die beiden Wertungsläufe zu absolvieren. Das wäre doch noch eine neue Steppenreiterdisziplin!

Als Einstieg versuchten sich vorher jedoch noch 5 Teilnehmer mit dem so genannten Kleeblatt-Ritt. Näheres dazu ist auf der Homepage der Steppenreiter beschrieben. Andrea Seidel ritt, wieder einmal, die Doppel-Acht ohne Zaumzeug. Sinn des Wettkampfes ist es, in möglichst gleichmäßigen Galoppzirkeln und ohne Zügeleinwirkung die aufgestellten Scheiben vorwärts, seitwärts und rückwärts zu beschießen.

Nach der Mittagspause unterzogen sich alle dann dem koreanischen Wettkampf. Leider wurde der durch etwas Regen gestört. Die meisten Pferde konnten das Zeitlimit nicht unterbieten, so dass ihre Reiter Strafpunkte hinnehmen mussten. Aber egal! Wichtiger war, möglichst alle Scheiben zu treffen.

Am Sonntag nahmen dann noch 7 Reiter am ungarischen Wettkampf teil. Schade, waren doch einige Teilnehmer des Vortages beruflich verhindert oder krankheitsbedingt nicht wettkampffähig. Trotzdem wurde es an der Spitze ganz schön eng. Aber es ging ja um nix.

Avonaco hat einen wunderbaren Saisonauftakt geboten. Die Stimmung war toll, der Wettkampf unfallfrei (bis auf einen ungewollten folgenlosen Abstieg vom Pferd) und das Wetter einsichtig mit der Freiluftveranstaltung. Berittene Bogenschützen, was wollt ihr mehr!

Die Verabschiedung war von dem Wunsch getragen, sich bei einem der nächsten Wettkämpfe wieder zu treffen.

Die Heimfahrt verlief ähnlich störungsfrei wie die Anreise. Leider schüttete es ab Regensburg, aber da war das Ziel ja schon recht nah.


interessante Gespräche

- mit Familie Némethy am 02.03.2009

Nachdem Hunor von den Némethy´s telefonisch auf ein Treffen angesprochen worden war, besuchten er, Emese, Steppenwind und Djingis die Familie in Eiselfing, wo sie vor der Heimreise nach Ungarn übernachteten. Das mehrstündige Gespräch begann mit einem großen Lob an Steppenwind, deren Technik sie beispielhaft nannten. Im Anschluss entspann sich ein interessanter Gedanken-, Erfahrungs- und Erwartungsaustausch. Es wurde auch über die Trennung vom Reitclub Preintner und deren Gründe diskutiert. Ein großer Teil des Gespräches drehte sich um die Auswahl des richtigen Bogens und der Übungsfortschritte zum 100-Punkte-Schuss. Dabei war zu hören, dass die 100-Punkte-Marke durch reine Übung der exakten Technik und die 200-Punkte-Marke durch deren Verfeinerung zu erreichen wären. Über 200 Punkte liegen dann schon im mentalen Trainingsanspruch.

Eine Neuerung in der Wettkampfgestaltung soll alsbald in der Kassai-Schule umgesetzt werden. Die Wettkampfbahn wird 99 Meter Länge haben, die Zeit für diese Strecke erhöht sich auf 20 Sekunden. Die Segmente entfallen (und damit auch die leidigen Abschnittsstangen, die schon zu Pfeil- und Bogenschäden geführt haben) und es wird eine sich mit dem Schützen mitdrehende sensorgesteuerte Zielscheibe geben. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieses Regelment, auch international, bewährt. Es bedarf dann schon eines gesteigerten elektronisch-mechanischen Aufwandes, eine Wettkampfstrecke nach neuer Kategorie zu bieten.

Alles in Allem scheint eine Öffnung der Kassai-Schule für andere Strömungen zumindest angedacht zu sein. Vielleicht ergibt sich ja eine gewisse Annäherung  an andere / mit anderen Vereinigungen.

 - mit Christian Schrade (Abdul Majed) - Ratsvorsitzender der Steppenreiter e.V. (Deutsche Vereinigung berittener Bogenschützen) am 05.03.2009

Anlässlich einer geschäftlichen Tätigkeit besuchte Christian Schrade die Mongolensturmtruppe und war sehr überrascht, dass hier bis zu zehn SchützInnen mehrmals in der Woche trainieren. Neben dem Fachsimpeln in geselliger Runde ließ der Ratsvorsitzende der Steppenreiter e.V. eine neue Ausrichtung des Vereins durchblicken, die sich aus der Mitgliederversammlung am 28.03.2009 in Brandenburg ergeben wird. Näheres dazu wäre Spekulation, da hier sicherlich maßgeblich die Zusammensetzung und die Aktivität des neuen Rates ausschlaggebend sein wird. Aus der Sicht von Djingis wäre es an der Zeit, auf Grund der Überregionalität und des starken Mitgliederzuwachses über regionale Strukturen und Ausscheidungen nachzudenken. Dem stimmte Abdul grundsätzlich zu. Mal sehen, wie sich das alles im Jahr 09 entwickelt und wie das neue Regelwerk aussehen wird. 

- mit AnMeng André, angereist 13.521 km aus dem fernen Land Chinesia

im März 2009

Unser Halbchinese André (3.000 Schriftzeichen lesen, 2.000 Schriftzeichen schreiben) besuchte den Mongolensturm ganz überraschend am Trainingsabend und erzählte aus dem Trainingslager in China, wohin es ihn und Melanie beruflich verschlagen hat. Im Juni wollen die beiden einen Reittrip in die Innere Mongolei unternehmen. André nimmt fleißig Reit- und Springstunden in Schang Schung, wo alle glauben, Deutsche kommen schon im Sattel zur Welt. Er konnte sie erfolgreich vom Gegenteil überzeugen. Mit großem Interesse verfolgt er die Entwicklungen hier und machte Mut, sich von einschlägigen Gegenströmungen nicht unterkriegen zu lassen. Der Abend endete zu schnell; es hätte noch einiges zum Ratschen gegeben. Wir wünschen den beiden das Beste und dass es ihnen weiterhin gut in China gefällt. Bestellungen über Mongolenmützen und -Sättel sowie Mongolenbögen wurden schon in Auftrag gegeben; wir hoffen auf Lieferung :-).


Stock- und Schwertkampftraining bei den Kraiburger Rittern

am 21.02.2009

Durch Kontakte mit den Kraiburger Rittern und der Theatergruppe Equo Vadis aus einem Kurs im Berittenen Bogenschießen, den Djingis und Steppenwind abgehalten hatten, war schon länger geplant, für mögliche Showeffekte, aber auch zur Horizonterweiterung einen Besuch bei den Rittern zu machen.

Neben Djingis, der bereits 2 Wochen vorher ein Testtraining absolvierte, fanden sich an diesem Samstag auch Hunor, Linda und die Wilde Feder ein, um erste Erfahrungen im Stock- und Schwertkampf zu machen. Zur Schonung der Teilnehmer beließ es der Trainingsleiter Walter Hartlmeier bei einer halbstündigen, aber intensiven Aufwärmrunde (das Aufwärmtraining von Roger zwei Wochen zuvor dauerte eine ganze Stunde und war seeehr intensiv - schwitz und keuch).

Walter zeigte den Neulingen erste Griffe und Stockhaltungen sowie Stockdrehungen im Stand und aus der Bewegung. Dies dient primär der Koordinationsfähigkeit, was ja auch beim berittenen Bogenschießen sehr großen Stellenwert hat. Dabei zeigte sich, dass die präzise Führung eines Stockes gar nicht so einfach ist. Speziell dann, wenn es um erste Kontakte mit dem Partner geht. Da sind ganz schnell die Finger der stockführenden Hand im Weg. Am Ende der Übungsstunde wurden noch die Schwerter der Ritter inspiziert und für recht schwer befunden. Es war für alle nachvollziehbar, dass mit solchen Schwertern, wenn auch mit beiden Händen geführt, nicht über mehr als 3 Minuten am Stück gekämpft werden kann (zumindest in der heutigen Zeit).

Die Reiterbogenschützen wurden mit einer umfangreichen Hausaufgabe (Stockdrehung, Stockwechsel hinter dem Rücken usw.) etwas atemlos und mit schweren Armen (aber sehr interessiert) entlassen. Das nächste Mal werden sie dann schon mit Holzschwertern erste Hiebe, Stiche und Schnitte kennenlernen. Evtl. ergibt sich ja eine gemeinsame Plattform zwischen den Bogenschützen und den Schwert- und Stockkämpfern.


Bogenschießen im 3-D-Gelände des BC Lanzmühl

am 06.01.2009

Es nahmen neben 7 Ur-Mongolen auch 2 Bogenschützen aus dem "Reitclub Preintner" teil. Nach einem recht lustigen Nachmittag im 3-D-Gelände gab es im Tipi noch Glühwein, selbstgebrannten Obstler mit Honig aus Ungarn und viel zu erzählen und zu diskutieren. Das prasselnde Lagerfeuer wärmte zusätzlich und machte Laune auf eine Wiederholung des Geländebesuches - dann aber mit ausgiebiger Gulaschzubereitung durch unseren Spitzenkoch Hunor.


Mongolensturm in Ungarn 2008

Mai 2008 siehe Seite Video

Beim Lauf zur Deutschen Meisterschaft 2007 in Dauchingen lernten wir Agoston Marton kennen. Mit seiner Bogenreitertechnik und seinen Ergebnissen beeindruckte er uns sehr. Dank der problemlosen Verständigung (er spricht fließend Deutsch) knüpften wir den ersten Kontakt und vereinbarten ein Trainingslager auf seinem Anwesen in Köszeg (Nordwestungarn).

Am 18. Mai 2008 machten sich dann Manu (die ein Sofa reitet), Robert (Hunor), Linda, Sepp und Beate (Steppenwind) sowie Katrin und Vera auf den Weg. Nach 400 km kamen sie am Sonntag Abend an und wollten erst mal ausspannen von der langen Fahrt.

Aber Agoston empfing sie bereits mit der Ankündigung auf eine späte erste Trainingseinheit.

Nach dem Bezug der Zimmer in der nahegelegenen Pension ging es auf den Dachboden des Pferdestalles, wo sich ein kleiner Schießstand befindet. Dort wurden ganz schnell die technischen Unzulänglichkeiten und Fehler der einzelnen Schützen aufgedeckt und analysiert. Die nächsten Tage waren geprägt von möglichst großer Perfektionierung.

Ab Montag Nachmittag wurde auch mit den Pferden trainiert. Und zwar zunächst ohne Sattel. Unsere Einsteiger Robert, Linda und Sepp machten riesige Fortschritte und schossen am Ende der ersten beiden Trainingstage bereits ohne Sattel vom Pferd.

Viel Wert legte Agoston auf langsame und saubere Technik beim Schießen. Exaktes Nachladen, Konzentration auf das Ziel, gerade Haltung des Bogenarmes, flüssiges Lösen der Sehne. Alle Teilnehmer erhielten hierzu als Erstes merklich schwächere Bögen, als sie selbst dabei hatten und waren erstaunt, wie gut und weit sie trotz geringerer Zugleistungen mit ihren Pfeilen kamen. So steigerte sich von Einheit zu Einheit das Schießergebnis und es formte sich ein beachtliches Trefferbild. Von morgens bis abends ging das tägliche Training am Boden und vom Pferd, das so manchem Teilnehmer die Reserven abrang.

Aufgebaut wurden die Schützen durch eine hervorragende Rundumbetreuung. Deftiges ungarisches Essen und Trinken, freundschaftliche Atmosphäre sowie dem Bogentrage- und Pfeilsuchsäuberungsdienst der Gastgeber. Die tolle weitläufige Landschaft tat das Ihrige zum Wohlbefinden.

Am Mittwoch erfolgte ein Tagesausflug per Bahn ins ca. 300 km entfernte Budapest. Da waren Einkaufen und Besuche touristischer Besonderheiten angesagt.

Steppenwind mit Katrin und Vera legten tags darauf noch einen Badetag in Bük ein.

Der Freitag hatte es für die Reiteinsteiger wieder gewaltig in sich. Ein mehrstündiger Geländeritt forderte seinen Tribut in Form von totaler Ermüdung und aufgerittenen Beinen. Anschließend folgte noch ein Geländeparcours mit 3-D-Tieren zu Fuß.

Am Samstag machten sich alle recht müde, aber zufrieden mit dem Lernerfolg auf die Heimfahrt und kamen noch vor Mitternacht unfallfrei zu Hause an.

Katrin und Vera sorgten für viele Fotos als Dokumentation und Erinnerung an ein rundum gelungenes Trainingslager in Ungarn. So wie es aussieht, wird wohl eine Wiederholung stattfinden. Auch einige andere "Mongolen" sind ganz interessiert.

....und eine Person, der es sicher aus bogenreittechnischer Sicht auch nicht geschadet hätte, aber nicht mitgefahren war, weil sie der Meinung war, es wäre Abzocke, brüstet sich heute mit einem Bericht über dieses Trainingslager...

August 2008

Beeindruckt von den Erzählungen und den sichtlichen Erfolgen des „Trainingslagers“ im Mai machten sich im August erneut einige „Mongolen“ auf nach Ungarn, um sich von Agoston Marton unterweisen zu lassen. In der Woche vom 13.08. mit 17.08.2008 konnten sie ihn zu einer Technikschulung gewinnen.

Micki, Markus (Sárkány), Rainer (Djingis), Manu (die ein Sofa reitet) und Beate (Steppenwind) - beide schon zum zweiten Mal - sowie Katrin und Vera machten sich auf auf den 400 km langen Weg. Außerdem dabei war Chris, der jedoch das Angeln vorzog.

Die Unterbringung erfolgte diesmal direkt in Köszeg in neu erstellten Pensionszimmern nahe des Zentrums.

Agoston empfing die Bogenschützen am Donnerstag Nachmittag zur ersten Trainingseinheit.

Dazu ging es auf den Dachboden des Pferdestalles, wo sich ein kleiner Schießstand befindet. Dort wurden ganz schnell die technischen Unzulänglichkeiten und Fehler der einzelnen Schützen aufgedeckt und analysiert. Zu schnelles Schießen, „ungezieltes“ Schießen, falsche Atemtechnik, Arm oder Schulter zu hoch/tief, und und  und. Die nächsten Tage waren geprägt von möglichst großem Lernerfolg.

Ab Freitag Früh (6.00 Uhr!)  wurde auch mit den Pferden trainiert. Und zwar zunächst ohne Sattel. Die Einsteiger und Neulinge im sattellosen Reiten, Micki und Markus, bissen sich durch und fielen auch nicht vom Pferd.

Am Abend durften alle in den speziellen „Steppenreiter“-Sättel Platz nehmen. Sie lernten das Reiten im Stehen, um die Pferderücken möglichst zu entlasten und zudem, losgelöst vom Wippen bei Trab (Üget) oder Galopp (Vagda), möglichst ruhig zum Schuss zu kommen.  

Am Samstag Morgen, nach einer durchregneten Nacht, erfolgte ein Reitausflug in die Umgebung. In zwei Gruppen ging es durchs Gelände. Imre mit Beate und Manu, Agoston mit Micki und Markus.  

Leider war für ihn nach einem Sprung über einen Graben das Reitvergnügen mit einer Sehnenprellung in der Leiste zu Ende. Rainer kam erst gar nicht auf die kaputten Knie, die vom Vortag arg in Mitleidenschaft gezogen waren.

Am Nachmittag trafen sich dann wieder alle beim Bodentraining. Am kühlen Abend erfolgten erste Schießübungen auf 4 einzelne Tafeln bis in die Dunkelheit. Es war außerordentlich überraschend, dass bei richtiger Technik die Schüsse ähnlich gut ausfielen, wie bei Tageslicht. Die drei vermissten Pfeile fanden sich aber am nächsten Tag recht schnell. 

Der Sonntag war geprägt vom Schiessen in der Bahn. Im Schritt, Trab und Galopp beäugte Agoston seine Schüler und korrigierte nach Bedarf. Beate und Rainer gelangen jeweils Läufe mit Treffern auf allen Scheiben. Micki mühte sich, sein Pferd in Trab oder Galopp zu halten und kam nicht so recht zum Schuss. Markus schonte seine „Hangbeinlahmheit“ und Manu stellte Defizite im leichten Sitz fest, die ihr die Schussfreude etwas verdarben.

Beim abendlichen Resümee waren trotzdem alle glücklich über den Lernerfolg. Es gab noch einige finanzielle Transaktionen – Manu erstand einen Köcher, Markus verkaufte Pfeile und ……. Rainer hoffte vergeblich auf einen Hunnenbogen von Grózer, von dem Agoston glaubte, er sei ihm zu schwer zu ziehen.

Sehr angetan waren die Schützen wiederum von einer hervorragende Rundumbetreuung. Deftiges ungarisches Essen und Trinken, freundschaftliche Atmosphäre, tolle Pferde und einer schönen weitläufigen Landschaft. Bei Agoston fühlt man sich fast wie im „Kassai“-Tal.

Am Montag ging es zurück; für manche(n) nach einer sehr kurzen und genussreichen Nacht. Trotzdem kamen alle unfallfrei zu Hause an.

So wie´s aussieht, war das nicht der letzte Ausflug nach Ungarn.


 

Mongolensturm Bayern - Schule für berittenes Bogenschießen und Kampfkunst  | www.mongolensturm-bayern.de